• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Versammlung: Bäcker lieben bereits geputzte Erdbeeren

20.06.2019

Oldenburg Die Bäko Weser-Ems-Mitte (Oldenburg), ein bedeutender Lieferant für Bäcker und Konditoren in Norddeutschland, spürt den Druck, unter dem ihre Mitgliedsbetriebe stehen. Die Zahl der Genossenschafts-Mitglieder sank von 548 auf 527, wie Geschäftsführer Dr. Ewald Oltmann am Mittwoch bei der Generalversammlung in Oldenburg berichtete. Hintergrund sind Betriebsschließungen. Ein Hauptgrund dafür sei die „fehlende Nachfolge“, erläuterte Oltmann. Auch die Anzahl der backenden Kunden sank, um 42 auf 663.

Das passt zum bundesweiten Trend: Hier reduzierte sich die Zahl der Bäckereibetriebe um 3,7 Prozent auf 10 926 (Konditoreien hielten sich stabil bei 3184). Der Umsatz erhöhte sich bundesweit um 1,3 Prozent auf 14,67 Milliarden Euro. Dies hänge unter anderem mit dem erweiterten Angebot im Bereich „Snack“ und „Außer-Haus-Verzehr“ zusammen.

Oltmann wies auf eine Prognose auf Basis von Berechnungen des „Bäko Magazins“ hin: Danach könnte es in fünf Jahren nur noch rund 8800 Bäckereibetriebe geben. Statistisch gesehen erwirtschafte eine Durchschnittsbäckerei in Deutschland einen Außenumsatz von 1,3 Millionen Euro pro Jahr. Sie habe im Schnitt 24 Mitarbeiter.

Die Bäko Weser-Ems-Mitte habe im abgelaufenen Berichtsjahr 2018 ihre „Marktpotenziale in hohem Maße ausschöpfen“ können, sagte Oltmann in seinem Bericht. Absatz und Umsatz hätten sich „über Plan“ entwickelt. Konkret ging der Umsatz aber um 1,5 (alle Bäkos in Deutschland: 1,7) Prozent zurück. Hintergrund sind „zum Teil deutliche Preisrückgänge“, etwa für Zucker, Butterfette, Nüssen und Mandeln.

Inwieweit Backbetriebe diese Einkaufsvorteile bei den Rohstoffen weitergaben, blieb offen. Für Mehl mussten sie etwas mehr bezahlen.

Oltmann berichtete von einigen interessanten Details, wie etwa: Bei Getreide hielt der Trend zu Dinkel an (Anteil nun sieben Prozent). Oder: Die „hohe Nachfrage“ nach Heiß- und Kaltgetränken sowohl im Außer-Haus-Verzehr als auch im Ausschankbereich habe den Umsatz mit Handelswaren auf über 14 Millionen Euro getrieben. Oder: Die Bäcker bestellten für ihre Produktion mehr bereits „gelegte Pflaumen“, „geputzte Erdbeeren, halbiert oder geviertelt“, „geputzten Salat“ und schon „geschnittene Grünware“.

In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres konnte die Bäko das Umsatzniveau des Vorjahres halten. Am Rohstoffmarkt gebe es tendenziell eine Seitwärtsbewegung. Wichtige Themen sind IT und Qualifizierung. Und Bäko biete nun ein „Snack Studio“ an.

Und: Es gibt Stipendien für angehende „Brotsommeliers“, so Oltmann. Als Absolventen waren Jana Bruns, Christian Brück und Michael Cordes vor Ort.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2040
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.
DIE WIRTSCHAFT

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.