OLDENBURG - Im Landesverband der Milchwirtschaftler Weser-Ems (Oldenburg) ist eine heftige Diskussion um die Gründung eines gemeinsamen Dachverbands mit dem Landesverband der Milchwirtschaftler in Niedersachsen und Sachsen-Anhahlt (Hannover) entbrannt. Mit der knappen Mehrheit von zwölf zu elf Stimmen (bei rund 30 Enthaltungen) erhielt der Vorstand jetzt auf der Jahreshauptversammlung in Oldenburg die Legitimation, mit dem zweiten Landesverband zu verhandeln.
„Jetzt muss zunächst ein genaues Konzept erarbeitet werden“, sagt Geschäftsführer Berthold Freymuth. Die mit einer Gründung einhergehende Satzungsänderung müsste dann von den 192 Mitgliedern auf der nächsten Jahreshauptversammlung 2008 beschlossen werden.
Die Befürworter eines neuen Dachverbands weisen darauf hin, dass beide Verbände schon seit zwei Jahren eng zusammenarbeiten. Zudem könnten durch ein Zusammengehen die Kräfte in Niedersachsen besser gebündelt werden, sagte Vorstand Leo Heymann. Die Gegner sehen den Verlust der Regionalität. Zudem fürchten sie, dass die neue Zentrale eher außerhalb des Weser-Ems-Gebietes liegen würde, was für die Mitglieder längere Anreisewege mit sich bringen würde.
