Oldenburg/Visbek/Bockhorn - Hauke Ahlhorn aus Bockhorn, in Ausbildung bei der Vierol AG in Oldenburg, ist mit dem Auszubildenden-Preis „Kompass 2017 Kurs: Erfolg“ des Arbeitgeberverbandes Oldenburg (AGV) ausgezeichnet worden.

Der 22-Jährige sei leistungsstark und gehöre immer zu den Besten, lobte die Vierol-Vorstandsvorsitzende Mirja Viertelhaus-Koschig am Montagabend bei der Preisverleihung das Nachwuchstalent. Er liebe Herausforderungen und habe klare Vorstellungen, was er erreichen wolle.

Besonders hervorzuheben sei zudem sein starkes Engagement für andere. So habe er etwa einen Leitfaden für Azubis erstellt und er helfe an Wochenenden auch im elterlichen Betrieb – der Spedition von Gerd und Antje Ahlhorn in Bockhorn – aus.

Besonders hervorzuheben sei, dass sich Hauke Ahlhorn im Gemeinderat seiner Heimatgemeinde in Friesland engagiere. Jungen Menschen werde oft vorgeworfen, dass sie sich nur für etwas engagierten, wenn es ihnen selbst nutze. Der duale Student (Betriebswirtschaftslehre) sei ein Beispiel dafür, dass dies so nicht stimme, so die Vierol-Chefin. Der AGV setze mit der Preisvergabe „ein Zeichen“.

Der gerührte Hauke Ahlhorn sah in der Preisvergabe „vielleicht auch einen Anreiz für andere junge Leute, sich kommunalpolitisch zu engagieren“. Er selbst steuert jetzt erst einmal seinen Bachelor an. Thema der Arbeit: Digitalisierung. Das Preisgeld (1000 Euro) wird er wohl für eine weitere Fremdsprache und Tennis verwenden.

Angesichts vieler guter Bewerbungen vergab der AGV zusätzlich einen Anerkennungspreis (500 Euro). Ihn bekam Christian Kühling aus Visbek, angehender Industriekaufmann bei Agrarfrost (Aldrup), der von seinen Eltern Andrea und Dieter Kühling begleitet wurde. Man sei bei Agrarforst „außerordentlich stolz, so einen Azubi zu haben“, lobte Personalchef Christian Müller. Er sei „enorm leistungsbereit“ mit außerordentlichen schulischen Leistungen. Zugleich sei er „sozial kompetent“, auch mit vielfältigem Engagement in seinem Ort Visbek, etwa im Sport und in der Kirche.

AGV-Vorstandsvorsitzender Jörg Waskönig wies darauf hin, wie die Digitalisierung die Arbeit verändere. Und das bedeute auch Veränderungen in der Ausbildung. „Man wird mehr denn je lebenslang lernen müssen“, betonte er.

Der Leiter der Oldenburger Berufsschule BBS Wechloy, Oberstudiendirektor Oliver Pundt, skizzierte vor den Gästen bei der Preisverleihung, wie ein gutes Bildungssystem der Zukunft aussehen sollte. Immer wichtiger werde es, Wissen sinnhaft anwenden zu können. Dann werde es auch „mehr mitdenkende Mitarbeiter“ geben. Jungen Menschen müsse man mehr Orientierung, Beratung und ein Stück weit Begleitung für ihren Ausbildungsweg ermöglichen. „Und bitte keine parteipolitische Ideologie nach jeder neuen Wahl“, erbat sich der engagierte Schulleiter.