Oldenburg - Fernsehen, Festnetz, Internet – ab Sonntag ging bei Kurt Plagge aus dem Iltisweg nichts mehr. Ihm blieb nur das Handy, um nach draußen zu kommunizieren. Das nutzte er, um die Servicestelle seines Betreiber, ehemals Kabel Deutschland, heute Vodafone, anzurufen und erfuhr dort beunruhigendes: „Es war die Rede von einer Großraumstörung, deren Behebung etwa eine Stunde dauern werde“, erzählt er der NWZ. Aus der einen Stunde wurden viele Stunden, denn am Montagnachmittag hatte sich noch nichts getan – trotz zahlreicher weiterer Anrufe bei der Servicestelle.

Bei der Pressestelle von Vodafone, herrscht am Montag erst mal Verwirrung: „Großraumstörung, davon müssten wir etwas wissen“, sagt Pressesprecher Volker Petendorf. Seine Nachforschungen ergaben zunächst überhaupt keine Hinweise auf eine Störung, wohl aber die Erkenntnis, dass Kurt Plagge weder mit seinem Handy- noch mit seinem Festnetzanschluss Kunde bei Vodafone sei, sondern jeweils bei der Konkurrenz. Diese Nachricht brachte Plagge auf die Palme. Er sei mit seinem Festnetz bei Kabel Deutschland gewesen – und das seit Jahrzehnten. Entsprechend sei er jetzt bei Vodafone. Einig waren sich beide aber, dass Plagges Fernsehanschluss über Vodafone läuft.

Zwischenzeitlich hatten sich drei Nachbarn gemeldet, bei denen Fernsehen, Internet und Festnetz ausgefallen waren – allesamt Kunden bei Vodafone.

„Das Problem ist behoben“, verkündet der Vodafone-Pressesprecher am Dienstagmorgen. Ursache der Einschränkungen seit Sonntag um 5.19 Uhr sei ein defektes Stromversorgungsgerät im Bereich Iltisweg gewesen. Die Reparaturen seien seit Montagabend beendet. „Seitdem können die sieben betroffenen Kunden das Kabelglasfasernetz von Vodafone wieder in der gewohnten Qualität nutzen“, so Petendorf, der sich im Namen des Unternehmens für die Unannehmlichkeiten durch den Ausfall und für die Fehler in der Kommunikation mit den betroffenen Kunden entschuldigt. Ganz so schnell ging es bei Plagge nicht. „Das Fernsehen geht, der Rest nicht“, berichtete er am Dienstagvormittag und erzählt von allerlei Drolligkeiten in den neuerlichen Gesprächen mit der Servicestelle. Um 15.30 Uhr war seine digitale Welt dann auch wieder in Ordnung. „Jetzt läuft alles.“