OLDENBURG - Die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst stellen ihre Projekte vor, die während ihres Aufenthalts in Oldenburg entstehen sollen: am Freitag, 30. Oktober, 19 Uhr, im Edith-Ruß-Haus für Medienkunst an der Katharinenstraße 23. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.
Mit einem kurzen Vortrag präsentieren die Künstler ihr bisheriges Werk, skizzieren die Projekte und machen sie mit Bildern anschaulich. Dem Publikum bietet sich die Chance, den Entstehungsprozess zu begleiten.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind: Jana Linke, Reinigungsgesellschaft (Martin Keil, Henrik Mayer) und das Sine Wave Orchestra (Ken Furudate, Kazuhiro Jo, Daisuke Ishida, Mizuki Noguchi).
Jana Linke möchte eine Maschine entwickeln, die in einer nutzlosen Tätigkeit dafür sorgt, dass ein Arbeitnehmer mit Arbeit versorgt wird. Sie schlägt einen Roboter vor, der sich in den Boden eingräbt und anschließend von einem Angestellten wieder ausgegraben werden muss, der dafür einen Vertrag und ein Gehalt erhält.
Martin Keil und Henrik Mayer (Reinigungsgesellschaft) untersuchen die Tendenz, die Risiken unserer Ökonomie von der Allgemeinheit zum Einzelnen zu verlagern.
Das Sine Wave Orchestra macht Performances mit dem Publikum, die auf dem Prinzip der Erzeugung von Klängen aus Sinuskurven beruhen. In ihrem Oldenburger Projekt wollen sie eine Installation ausführen, bei der die Klanggenerierung nicht nur von den Teilnehmern abhängt, sondern auch vom Wetter und der Tageszeit.
Das Stipendienprogramm wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert.
