OLDENBURG - Neue Asbestfunde auf der Famila-Baustelle: Nach dem Verdacht auf eine unsachgemäße Entsorgung asbesthaltiger Baustoffe (NWZ berichtete) hat das Gewerbeaufsichtsamt weitere Proben genommen. Und zwei von 13 Proben „seien nicht in Ordnung gewesen“, sagte der stellvertretende Leiter des Amtes, Walter Kulisch.

Es bestehe aber keine Gefahr für die Kundschaft, so das Gewerbeaufsichtsamt. Hintergrund: Asbest sei nur außerhalb der Verkaufsräume gefunden worden. Wie berichtet, ist derzeit ein ehemaliger Verwaltungstrakt auf der Baustelle abgeriegelt. In den Deckenverkleidungen der Büros wurde Asbest entdeckt.

Nach Recherchen der Gewerbeaufsicht gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Materialien nicht ordnungsgemäß abgetragen wurden. Drei Arbeiter hatten Anzeigen erstattet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Mitarbeiter mehrerer Baufirmen wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen.

Der Markt wurde nach Angaben Kulischs in den 70er Jahren errichtet. Es war von Anfang bekannt, dass dort auch Asbest vorhanden war. Schon 2007 habe es erste Meldungen gegeben, dass Spezialfirmen mit Asbest-Sanierungen beauftragt worden seien. Es gehe nun um die Frage, ob Sanierungsarbeiten im Sinne des Arbeitsschutzes korrekt durchgeführt worden seien.

Eine Schließung des Marktes sei allerdings kein Thema, sagte Lutz Herbst vom Famila-Management. Für die Kunden gebe es keinen Grund zur Sorge.