OLDENBURG - Der Kalender meint es dieses Jahr gut mit den Spätstartern. Auch nach dem vierten Adventswochenende bleibt noch eine ganze Woche Zeit, um die letzten Geschenke zu besorgen. In Kauflaune präsentierten sich die Oldenburger am vergangenen Sonnabend dennoch.
„Hammertag“, antwortete Kathrin Landsmann bei der Frage nach dem Trubel in den Schlosshöfen wie aus der Pistole geschossen. Das im März eröffnete Einkaufscenter erlebt in diesen Wochen seine Vorweihnachts-Premiere. „Man konnte zuschauen, wie sich die drei Ebenen füllten“, beschrieb die Centermanagerin das Geschehen und schätzte die Kundenzahl am Sonnabend auf 50 000 bis 60 000. „Je näher Heiligabend rückt, desto größer wird der Druck“, rechnet Landsmann auch in den kommenden Tagen mit vollen Geschäften.
Wachsende Weihnachtsstimmung hat auch Ralf Rode, Marketingleiter im Modehaus Bruns erfreut festgestellt. „Die Stadt ist voll, viele Familien sind unterwegs, die Geschäfte laufen gut“, bilanzierte er. Einen Wunsch äußerte Rode aber auch: „Weiße Weihnachten wären nicht schlecht, dann verkauft sich die Winterbekleidung noch besser.“
Dass sich das Wetter am Sonnabend eher von der grauen und trockenen Seite zeigte, begrüßte derweil Ralph Möller. „Voriges Jahr lag Schnee, das hat unseren Umsätzen geschadet“, erinnerte sich der Geschäftsführer des Ikea-Marktes. Dieses Mal hingegen waren die Parkplätze proppenvoll, die Kunden kamen wie immer aus dem gesamten Nordwesten und gaben laut Möller fleißig Geld aus: „Die haben ganze Wohnungseinrichtungen gekauft.“ Ein Renner seien aber auch die Weihnachtsartikel gewesen. „Es sieht nach unserem umsatzstärksten der vier Sonnabende aus“, freute er sich.
Mit vollen Tüten und Taschen verließen die Kunden auch das Einkaufszentrum Wechloy. „Dabei herrschte eine entspannte Atmosphäre, kein Stress“, sagte Centermanager Lutz Herbst. „Die Summen auf den Kassenbons sind im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen.“ Und eine Woche für kurz entschlossene Käufer kommt ja noch.
