OLDENBURG - Bis zum 31. Oktober muss das Konzept stehen. Im Lappan gibt es ein Kampagnenbüro.
Von Michael Exner
OLDENBURG - Oldenburg wird sich für 2009 erneut um den Titel „Stadt der Wissenschaft“ bewerben. Im Unterschied zum fehlgeschlagenen ersten Anlauf 2005 setzt die Stadt diesmal auf eine breite Kampagne nach dem erfolgreichen Vorbild des City-Wettbewerbs „Ab in die Mitte“, den Oldenburg zweimal gewonnen hat.Dem Sieger im Wettbewerb des Stiftungsverbandes für die Deutsche Wissenschaft winken 250 000 Euro. Das ist – neben dem Imagegewinn – nicht der einzige Anreiz. „Wer in die Endausscheidung kommt, kann mit dem Stifterverband über die Finanzierung von Projekten verhandeln“, sagt Projektleiter Rainer Lisowski vom Büro des Oberbürgermeisters. Beim ersten Anlauf schaffte es Oldenburg nicht bis in die letzte Runde. Als Projekt entstand aber der Hörgarten.
„Wir brauchen starke Partner“, sagte Oberbürgermeister Gerd Schwandner bei der Vorstellung des Projektes, für das er einen einstimmigen Beschluss des Verwaltungsausschusses im Rücken hat. „Wir werden zeigen, dass wir als Stadt ein stimmiges Gesamtkonzept haben für die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes.“ Um solche Konzeptionen geht es bei dem Wettbewerb, nicht um einzelne Hochschulen.
Die ersten Partner ziehen mit. „Wir strahlen Selbstbewusstsein aus“, sagte Uni-Präsident Uwe Schneidewind, „es ist ein Signal nach außen, die Region ist im Aufbruch.“ Gerade die jungen Universitäten seien die Motoren der Entwicklung. „Wir sind gut aufgestellt“, pflichtete ihm Fachhochschul-Präsidentin Vera Dominke bei, „die Einbindung der FH ist hier optimal.“ Auch die Groninger haben Unterstützung zugesagt.
Bis zum 31. Oktober muss Projektleiter Lisowski der Jury eine 20- bis 30-seitige Skizze vorlegen, um es Mitte Januar in die Endausscheidung unter zwei bis drei Städten zu bringen (die sich dann detaillierter präsentieren dürfen). Der kampagnenerprobte Ex-CMO-Chef hat ein sechsköpfiges Kernteam zusammengestellt, im Lappan wird ein Kampagnenbüro eingerichtet. „Wir werden ungewöhnliche Leute an ungewöhnlichen Orten zu Ideenschmieden zusammenbringen“, verspricht er, „wir wollen eine ganze Stadt in Wallung bringen.“
Darum geht es beim Städte-Wettbewerb
