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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Überregulierung als Hemmnis

11.11.2017

Oldenburg Ist die Soziale Marktwirtschaft in Bedrängnis? Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Forums der Oldenburger Wirtschaftsbildungsinitiative „wigy“ am Freitag in Oldenburg.

Prof. Dr. Lüder Gerken, Vorsitzender des Centrums für Europäische Politik, betrachtete das Thema aus einer europäischen Perspektive und äußerte in seinem Impulsvortrag eine gewisse Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft. Er attestierte der EU vor rund 100 Zuhörern in den Räumen der Oldenburgischen Landesbank (OLB) eine „Tendenz zur Überregulierung“. Und diese starke Überregulierung „hemmt zunehmend die Dynamik der europäischen Wirtschaft“, sagte er.

Wirtschaftliche Dynamik und Effizienz seien aber notwendig, um Wohlstand zu schaffen. Und die soziale Komponente in der Sozialen Marktwirtschaft, eine wie auch immer geartete Umverteilung, sei nur möglich, wenn man auch Wohlstand erwirtschafte, sagte Gerken.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Prof. Dr. Dirk Loerwald, Professor für Ökonomische Bildung am Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), moderiert wurde, und einem Pressegespräch gingen die Diskussionsteilnehmer auch stark auf die Frage der Gerechtigkeit ein. Für Willi Lemke, ehemaliger Manager von Werder Bremen, früher Senator in der Hansestadt und UN-Sonderberater für Sport, bedeutet Soziale Marktwirtschaft vor allem „einen gerechten Umgang miteinander“. Auch wenn Deutschland noch vergleichsweise gut aufgestellt sei, gehe auch hierzulande die Schere zwischen Arm und Reich auseinander. Ein Schlüssel sei für ihn, stärker in Bildung zu investieren.

Für Prof. Dr. Dr. Nils Ole Oermann, Direktor des Instituts für Ethik und Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung an der Uni Lüneburg, hat die Stabilität der Sozialen Marktwirtschaft auch viel mit Zeit zu tun. Soziale Marktwirtschaft sei dann stabil, wenn die Akteure nicht kurzfristig handeln, sondern stets auch die langfristige Perspektive im Blick behalten würden.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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