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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Oldenburg bleibt die Pendlerhauptstadt

23.10.2019

Oldenburg /Wildeshausen Die Zahl der Berufspendler im Oldenburger Land ist seit 2013 um 15,7 Prozent auf 173 863 gestiegen. Damit sind 40 Prozent der 403 000 Arbeitnehmer im Oldenburger Land Pendler. Diese Zahlen nennt die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK), die die Firma „alta4 AG“ beauftragt hat, die Entwicklung der Pendlerströme auszuwerten. Basis sind Statistiken der Bundesagentur für Arbeit.

Unterschiede

In den sechs Landkreisen und drei Städten des Oldenburger Landes ist die Entwicklung sehr unterschiedlich. Die Städte Oldenburg und Wilhelmshaven sowie der Landkreis Vechta weisen das größte Pendlersaldo aus. In Oldenburg kommen auf jeden Auspendler 1,82 Einpendler. Auch in absoluten Zahlen ist Oldenburg Pendlerhauptstadt. 42 171 Einpendler stehen 23 222 Auspendler gegenüber. In Wilhelmshaven beträgt das Verhältnis der Einpendler (12 701) zu den Auspendlern (8178) 1,55. Auf das gleiche Verhältnis kommt der Landkreis Vechta (22 111 Einpendler, 14 224 Auspendler).

Das kleinste Pendler-Saldo weisen die Landkreise Oldenburg und Friesland sowie die Stadt Delmenhorst auf. Im Landkreis Oldenburg kommen rechnerisch auf jeden Auspendler 0,45 Einpendler. Allein 9300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus dem Landkreis Oldenburg pendeln täglich nach Oldenburg.

Vergleich zu 2013

Ein Vergleich mit der Pendlerstatistik 2013 zeigt die Dynamik des Wirtschaftsraums Weser-Ems. In allen Kreisen und Städten ist die Zahl der Pendler angestiegen, am stärksten dabei in den südlichen Landkreisen Oldenburg, Cloppenburg und Vechta. So gab es 2013 im Landkreis Oldenburg 29 705 Auspendler, 2018 (aktuellst vorliegende Zahlen) 34 995. Um fast 30 Prozent ist die Zahl der Auspendler im Landkreis Vechta gestiegen (von 10 945 auf 14 224). Und im Kreis Cloppenburg stieg die Zahl der Einpendler im Verhältnis zu 2013 um 25,9 Prozent (auf 19 041). Immerhin um 24 Prozent gegenüber 2013 stieg die Zahl der Einpendler ins Ammerland – um 3707 auf 19 096. Die relativ hohe Zahl an Einpendlern in die Stadt Oldenburg ist gegenüber 2013 um 8,6 Prozent noch einmal gewachsen (auf 42 171). Am geringsten stieg die Zahl der Auspendler in der Stadt Delmenhorst (um 477 auf 17 112).

Ammerland

Arbeitnehmer aus dem Landkreis Ammerland fahren hauptsächlich zur Arbeit nach Oldenburg (12 665). Es folgen der Landkreis Cloppenburg (1362), Arbeitsplätze im Land Bremen (1079), Landkreis Oldenburg (1049), Friesland (1048), Leer (1028) und Wilhelmshaven (849).

Cloppenburg

Aus dem Landkreis Cloppenburg fahren Pendler hauptsächlich in den Kreis Vechta (4609), nach Oldenburg (3147), ins Ammerland (2448), ins Emsland (2379), in den Kreis Osnabrück (1937) und in den Landkreis Oldenburg (1480).

Delmenhorst

Aus Delmenhorst fahren Arbeitnehmer hauptsächlich nach Bremen (8876), in die Gemeinde Stuhr (1100) und nach Oldenburg (767).

Friesland

Aus dem Landkreis Friesland fahren die Arbeitnehmer nach Wilhelmshaven (7080), in den Kreis Wittmund (1333), ins Ammerland (1973), nach Oldenburg (1979), in den Kreis Aurich (674) und in den Kreis Wesermarsch (617).

Stadt Oldenburg

Es gibt sogar statistisches Material auf Gemeindeebene. Die Einpendler kommen hauptsächlich aus Bad Zwischenahn (2937), Wiefelstede (2344), Edewecht (2737), (Rastede (2901), Wardenburg (2977) und Hatten (2194). Einpendler mit weiteren Wegen kommen aus Wilhelmshaven (784), Varel (856) und Bremen (1531). Immerhin 3136 Oldenburger fahren zur täglichen Arbeit nach Bremen, gefolgt vom Arbeitsort Bad Zwischenahn (1699) und Rastede (1561).

Kreis Oldenburg

Arbeitnehmer aus dem Kreis Oldenburg pendeln zur Arbeit nach Oldenburg (9343) und Bremen (7134), Kreis Cloppenburg (2207) und Kreis Vechta (2101).

Vechta

Die meisten Arbeitnehmer aus dem Kreis Vechta fahren in den Kreis Cloppenburg zur Arbeit (2266). Im Kreis Osnabrück arbeiten 2198 Menschen aus dem Landkreis Cloppenburg. In den Kreis Diepholz fahren 1900, in den Landkreis Oldenburg 1297 Personen.

Wilhelmshaven

Wilhelmshaven ist eine Einpendlerstadt. Sie kommen aus Oldenburg (2570), Bremen (3027), Ammerland (1123) und Friesland (7080). Die hohe Zahl der Pendler aus Bremen mag auch mit der Marine zu tun haben. Freilich gibt es in Wilhelmshaven auch viele Gewerbebetriebe und die Hafenwirtschaft.

Forderungen der IHK

Die IHK hält es angesichts der Pendlerströme für notwendig, einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr vorzuhalten. Wichtig sei auch ein attraktives Angebot im Schienenverkehr. Verbessert werden müsse aber auch die Straßeninfrastruktur, etwa der vierspurige Ausbau der E 233, der Bau der B 212 (nach Bremen) und der Bau der Küstenautobahn A 20. Das Radwegenetz müsse ausgebaut werden. Durch die E-Bikes wüchsen die Entfernungen, die mit dem Rad zurückgelegt werden könnten.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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