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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Wenn aus Flüchtlingen künftige Kollegen werden

10.07.2018

Oldenburg /Wilhelmshaven /Vechta /Emden Die seit 2015 in großer Zahl ins Land gekommenen Flüchtlinge werden zunehmend zur Verstärkung am regionalen Ausbildungsmarkt. Allein bei der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven haben sich im laufenden Ausbildungsjahr (seit Oktober 2017) 1011 ausländische Jugendliche als ausbildungsplatzsuchend gemeldet – 275 mehr als vor einem Jahr. „Dies sehen wir positiv“, meinte Agenturchef Dr. Thorsten Müller im NWZ-Interview. „Viele junge Leute, auch Flüchtlinge, machen sich hier quasi auf den Weg in unsere duale Ausbildung.“ Er betonte mit Blick auf den Fachkräftemangel: „Und die Betriebe brauchen sie.“

Wie hoch der Anteil der Flüchtlinge in der Rubrik „Ausländer“ in der Statistik der Ausbildungsplatzsuche ist, ist nicht genau bekannt. Experten gehen aber davon aus, dass sie etwa 50 Prozent ausmachen und zurzeit klar Motor der steigenden Zahl von Bewerbern sind.

Dass diese nun vermehrt auf den Ausbildungsmarkt kommen, spüren auch die beiden anderen Arbeitsagenturen der Region:

„Bis Ende Juni haben sich im Oldenburger Münsterland 287 ausländische Bewerber bei unserer Berufsberatung ausbilungsplatzsuchend gemeldet“, berichtete Frank Halbsguth von der Agentur Vechta. Das seien 80 bzw. 38,6 Prozent mehr als zur gleichen zeit des Vorjahres. Die für Ostfriesland zuständige Agentur in Emden meldete 272 Bewerber – nach 179 im Vorjahr.

„Es gibt durchaus Vermittlungserfolge“, hieß es in Vechta. „Insbesondere im Handwerk werden verstärkt geflüchtete Jugendliche – oftmals nach einer Einstiegsqualifizierung oder einem Praktikum“ – in ein Ausbildungsplatzverhältnis übernommen“, sagte der Sprecher.

„Wir haben uns vehement um die Gruppe gekümmert“, sagte Heiko Henke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg. Erst hätten die Jugendlichen sich eingewöhnen, die Sprache erlernen und Arbeit ausprobieren müssen. Doch „jetzt kommen sie nach und nach in die Betriebe“, freute er sich.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040
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