OLDENBURG - Oldenburgs Informatikquartier bekommt Zuwachs: Um der großen Nachfrage von Gründern und Firmen nach Büro- und Laborfläche gerecht zu werden, baut die Softwareschmiede Offis (international anerkanntes An-Institut der Uni) an der Industriestraße ein Gebäude für etwa 100 Arbeitsplätze auf 5000 Quadratmetern. Am Freitag wurde der Grundstein für das 12-Millionen-Euro-Projekt Offis Informationstechnologie und Transferzentrum (ITT) gelegt, Ende des Jahres sollen erste Firmen einziehen.
Wie Offis-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Nebel sagte, hätten schon Nachfragen für 2000 Quadratmeter vorgelegen, bevor das Projekt publik wurde. Das zeige die Dynamik der Branche in Oldenburg. Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) bescheinigte Offis „eine Spürnase für Megatrends in der Informatik“. Das Land fördert den Neubau mit sechs Millionen Euro. Stratmann (wie andere Redner) führte die Offis-Erfolgsgeschichte auch auf die „positive Risikobereitschaft“ von Geschäftsführer Karl-Heinz Menke zurück
Das ITT soll als Zentrum für Gründungen aus Uni und Offis (Nebel: „Gründer brauchen Vorbilder“) und dem Transfer von Entwicklungen in die Wirtschaft dienen – ein Ziel, dem sich Offis seit der Gründung 1991 verschreibt. Im Viertel um die Alte Fleiwa sind seitdem 1000 Arbeitsplätze in der Informatikbranche entstanden. Ein Ende des Wachstums sei nicht abzusehen, sagten Staatssekretär Joachim Werren aus dem Wirtschaftsministerium und Uni-Vizepräsidentin Dr. Heide Ahrens-Radlanski. Stadtbaurat Dr. Frank Pantel sprach von einem „Prozess, der sich selbst verstärkt“ – Voraussetzung: Oldenburg müsse auch als Wohnort attraktiv für hochkarätige Experten sein.
