OLDENBURG - Sieben Millionen Euro sind eine gewaltige Summe. Die GSG ist aber dennoch bereit, sie zu investieren. Diesmal aber nicht in einen Neubau – die Oldenburger Wohnungsbaugesellschaft nutzt dieses Geld in diesem Jahr dafür, um in 22 ihrer Mietobjekte mit insgesamt 226 Wohnungen den energetischen Standard zu verbessern.

Die Standorte der Objekte sind übers ganze Stadtgebiet verteilt, im Brookweg wird ebenso energetisch saniert wie in der Rostocker Straße, am Rigaer und am Ahlkenweg, in der Klingenbergstraße oder Stedinger Straße. Am Dienstag wurde der Abschluss der Arbeiten an einem GSG-Wohnblock an der Starklofstraße gefeiert.

Für GSG-Geschäftsführer Stefan Könner, Prokurist Horst Kache und Birgit Schütte, Leiterin der GSG-Wohnungsverwaltung, gab es durchaus mehrfachen Grund zum Feiern. Schließlich führten diverse Sanierungsmaßnahmen an Dach und Wänden dazu, dass in der Starklofstraße künftig mit einem Heizenergieverbrauch von nur 85 Kilowattstunden pro Quadratmeter (vorher bis zu 300 KWh/m²) zu rechnen ist. Davon abgesehen, wurden Balkone, Fenster und Bäder erneuert, und bei Investitionen von rund 600 000 Euro war ein neuer Anstrich auch noch drin. „Da die Energiekosten in absehbarer Zeit weiter steigen werden, wollen wir auch zukünftig energetisch gegensteuern“, meinte Stefan Könner. Das komme den Mietern direkt zugute. „Als Oldenburgs größter Wohnungsanbieter ist es unser langfristiges Ziel, die Straßenzüge, in denen wir bereits einzelne Sanierungsmaßnahmen ausgeführt haben, als Ganzes in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.“ Dabei wolle die GSG auch vor alternativen Energien nicht Halt machen. In der

Gotthelfstraße zum Beispiel wird bereits zum zweiten Mal eine Solaranlage auf dem Dach installiert, die die Brauchwassererwärmung einer Wohnanlage unterstützen soll.

Der offizielle Akt an der Starklofstraße wurde auch dazu genutzt, Bilanz zu ziehen. Rund 45 Prozent der rund 8500 GSG-Wohnungen seien bereits energetisch saniert; am jetzt fertig gestellten Wohnblock habe man drei Monate gearbeitet.