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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

EWE mit verhaltenen Erwartungen

29.08.2018

Oldenburg Der starke Wettbewerb im Energie- und Telekommunikationsmarkt, die Schwierigkeiten im Türkei-Geschäft und regulatorische Rahmenbedingungen machen der EWE zu schaffen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmen nach eigenen Angaben mit einem um 15 bis 30 Prozent geringeren operativen Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) als im Vorjahr. „Die Rahmenbedingungen bleiben schwierig, mit belastenden regulatorischen Bedingungen und Herausforderungen auf den Auslandsmärkten“, sagte Finanzvorstand Wolfgang Mücher am Dienstag bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen.

Im ersten Halbjahr sank der Umsatz (ohne Strom- und Energiesteuer) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, wie EWE mitteilte. Das operative Ergebnis ging von 331 Millionen Euro auf 265,7 Millionen Euro zurück. Unterm Strich, beim sogenannten Periodenergebnis, stand mit 149,7 Millionen Euro indes ein um 39 Millionen Euro höherer Gewinn als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür sei unter anderem die günstigere Bewertung von Termingeschäften, um zum Beispiel geplante Rohstoffkäufe gegen Preis- und Währungsschwankungen abzusichern, erläuterte EWE-Sprecher Christian Bartsch.

Die Zahlen sind nach Unternehmensangaben jedoch nur eingeschränkt mit denen aus dem Vorjahreszeitraum vergleichbar. Grund: Seit Anfang des Jahres gelten neue Regeln für die Bilanzerstellung. Diese wirkten sich besonders auf die Umsatzhöhe aus. „Ein weiter Teil des Rückgangs ist diesem Effekt geschuldet“, sagte der EWE-Sprecher.

Die Zahl der Beschäftigten stieg bei EWE auf 9274 (Vorjahr: 9107), was das Unternehmen u.a. mit dem Erwerb des Windprojektierers Turbowind begründete. Die Investitionen fielen mit 188 Millionen Euro 100 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr.

In den einzelnen Geschäftssegmenten verlief die Entwicklung unterschiedlich. Während EWE im Segment Erneuerbare, Netze und Gasspeicher das operative Ergebnis steigern konnte (plus 9,1 Millionen auf 233,5 Millionen), gab es im Bereich Vertrieb, Dienstleistungen und Handel einen Rückgang von knapp 16 Millionen Euro auf 40,6 Millionen Euro.

Im Segment Ausland sank der Betriebsgewinn um knapp zehn Millionen Euro auf 14,1 Millionen, was EWE u.a. auf den sinkenden Wechselkurs der türkischen Lira sowie reduzierte Gastarife zurückführte. Bei der Bremer Tochter SWB fiel das operative Ergebnis kräftig um 47 Millionen auf nur sechs Millionen Euro. Grund seien geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen und Kraftwerksausfälle.

Um den anstehenden Herausforderungen zu begegnen hatte EWE in der vergangenen Woche eine überarbeitete Konzernstrategie vorgestellt. Diese sieht Investitionen in Wachstumsfelder und neue Technologien sowie eine Verbesserung der eigenen Performance vor. „In den Bereichen Kosten, Geschwindigkeit und Qualität können und wollen wir noch besser werden“, sagte EWE-Vorstandschef Stefan Dohler.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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