Oldenburger Land - Ein wichtiger Meilenstein im Netzausbau-Projekt von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen ist erreicht: Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems hat das Raumordnungsverfahren für den nördlichen Abschnitt (Maßnahme 51a) zwischen Conneforde und Cloppenburg nach rund eineinviertel Jahren mit der Landesplanerischen Feststellung abgeschlossen.
Darin bestätigt die Behörde den von Tennet vorgeschlagenen Korridor C (siehe Grafik). Zudem benennt sie die Räume Nikolausdorf und Nutteln als geeignet für die Umspannwerke und legt Erdkabelprüfabschnitte für die Bereiche Kayhauserfeld bis Achternmeer sowie Beverbruch fest. Ob ein weiterer Erdkabelabschnitt in Bethen im Bereich Cloppenburg-Ost erforderlich ist, soll im Planfeststellungsverfahren geprüft werden.
Dazu wurde festgelegt, dass nach den aktuellen bundesrechtlichen Vorgaben im Raum Cloppenburg nur noch einer und nicht wie ursprünglich geplant drei Konverter zur Einspeisung von Offshow-Windstrom in die 380-Kilovolt-Leitung vorgesehen ist. Dieser sei ebenfalls in Nikolausdorf gemeinsam mit dem dortigen Umspannungswerk angedacht, erklärt Bernhard Heidrich vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems auf Nachfrage.
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In den Antragsunterlagen für das Verfahren hatte Tennet vier Korridorvarianten – jeweils mit einer Breite von einem Kilometer – unter vielfältigen Gesichtspunkten miteinander verglichen. Ziel war es, eine kurze und geradlinige Trassenführung zu entwickeln, die möglichst verträglich für Mensch und Umwelt ist. Der Korridor C hat sich dabei als der raumordnerisch günstigste herausgestellt, wie auch Heidrich bestätigt. Die C-Trasse greife auf vorhandene Leitungen zurück und sei kürzer als Variante A und B. Außerdem könne man so im Raum Cloppenburg, wo es einige Windparks gebe, den Strom besser „einsammeln“.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bearbeitet das Vorhaben jetzt weiter. Im Planstellungsverfahren werde nun auf der Basis des Raumordnungsverfahrens die genaue Trasse festgelegt, so Heidrich. Nebenbei stimme sich Tennet mit den Grundstückseigentümern, deren Flächen für den Leitungsbau genutzt werden sollen, ab.
