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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Droht ein neuer Dürresommer?

25.04.2019

Oldenburger Land /Offenbach Bei anhaltender Trockenheit könnte Deutschland nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einen weiteren Dürresommer zusteuern. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, sagte der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach. Besonders betroffen sind demnach die östlichen Bundesländer. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt die Bodenfeuchte den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert.

Die Trinkwasserversorgung im Oldenburger Land sieht Gunnar Meister, Pressesprecher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), jedoch nicht gefährdet. Trotzdem sei es wichtig, in einer solchen Dürresituation sorgsam mit dem Trinkwasser umzugehen. Gegenwärtig könne bereits ein höherer Verbrauch festgestellt werden, dieser sei aber noch nicht mit den Spitzenwerten aus dem Rekordsommer 2018 vergleichbar. Bei einem besonders hohen Trinkwasserverbrauch könne es im Leitungssystem zeitweise zu Druckschwankungen kommen, aktuell seien solche Probleme jedoch noch nicht zu verzeichnen, so Meister.

Der Deutsche Wetterdienst schätzt, dass ein Dürresommer diesmal nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen würde, sondern auch die Forstwirtschaft. Erste Waldbrände haben in den vergangenen Tagen schon zahlreiche Regionen in Deutschland heimgesucht. Auch im Oldenburger Land gab es mehrere Brände von Flächen in Moorgebieten, wie etwa in Goldenstedt (Kreis Vechta) oder nahe der Hunte bei Oldenburg.

Angesichts der Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr fordert der Deutsche Feuerwehrverband mehr Löschhubschrauber in Deutschland. Helikopter mit Außenlastbehältern seien für die Brandbekämpfung sinnvoll, sagte Verbandspräsident Hartmut Ziebs der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die größten Wasserbehälter fassen nach seinen Angaben 5000 Liter und können nur von Helikoptern der Bundeswehr vom Typ CH-53 geflogen werden. Die seien aber nicht immer verfügbar.

Nach Meinung von Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer (Bereich Oldenburg I), der zuständig ist für die Landkreise im Oldenburger Land, brauche es in Deutschland ein Gesamtkonzept zum Einsatz von Helikoptern im Brandfall. Um abseits der befestigten Wege Wasser zu transportieren, müssten über viele Kilometer Schlauchleitungen gelegt werden, was für die Feuerwehren kräftezehrend sei. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept, mit dem wir schlagfertig sind, wenn es darum geht, in der Fläche Brände zu bekämpfen“, so Schnittjer.

Hubschrauber müssten als Mittel der Brandbekämpfung bereitstehen können, das vermeide auch längere Antragswege wie es sie aktuell noch gibt. Die Feuerwehren im Oldenburger Land seien grundsätzlich durch einsatztaktische Maßnahmen gut auf Wald- und Moorbrände vorbereitet – auch die technischen Voraussetzungen seien gut.

Tonia Hysky Redakteurin / Politikredaktion
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