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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Online-Handel wächst seit Jahren rasant

02.04.2014

Oldenburg /Seattle Als Amazon im Juli 1995 seinen ersten Artikel online verkaufte – ein Buch namens „Fluid Concepts and Creative Analogies: Computer Models of the Fundamental Mechanisms of Thought“ von Douglas R. Hofstadters – lud Unternehmensgründer Jeff Bezos 300 Freunde und Bekannte ein, um seine Schöpfung zu testen und den Start des neuen Unternehmens zu feiern.

Am 15. Dezember 2013 gab es bei Amazon erneut etwas zu feiern, den verkaufsstärksten Tag des Jahres in Deutschland: 53 Artikel legten Kunden in den Warenkorb von Amazon.de – pro Sekunde. Am Ende des Tages standen 4,6 Millionen Bestellungen, wie das Unternehmen mitteilte.

Eine Entwicklung, die vermutlich nicht einmal Bezos damals absehen konnte. Online-Händler und -Marktplätze, wie Amazon, Ebay oder Zalando, haben in den vergangenen Jahren den Handel mit Waren von Grund auf verändert. Von einer „digitalen Revolution“, sprach der Handelsexperte Prof. Dr. Gerrit Heinemann (Hochschule Niederrhein) jetzt bei der Auftaktveranstaltung zur NWZ -Aktion „Kauf hier“ in Oldenburg.

Während die Einzelhandelsumsätze insgesamt in Deutschland in den vergangenen Jahren nahezu stagnierten, wuchs der Online-Handel mit jährlichen Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich. 2013 stieg das Einzelhandelsvolumen nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) um 1,1 Prozent auf 433,2 Milliarden Euro. Das Online-Geschäft legte im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent auf 33,1 Milliarden Euro zu.

Für 2014 erwartet der HDE insgesamt ein leichtes Plus von 1,5 Prozent auf 439,7 Milliarden Euro. Beim Online-Handel sei gleichzeitig ein Plus von 17 Prozent auf dann 38,7 Milliarden Euro zu erwarten. Lag der Online-Anteil am Gesamtumsatz 2010 bei 4,6 Prozent, waren es 2013 schon 7,6 Prozent. Für 2014 prognostiziert der HDE einen Anstieg auf neun Prozent.

Lässt man den Lebensmitteleinzelhandel, in dem das Online-Geschäft bislang kaum eine Rolle spielt, außen vor, sind die Zahlen für den Online-Handel sogar noch beeindruckender. Im vergangenen Jahr lag der Online-Anteil im sogenannten Non-Food-Bereich bei rund 15 Prozent.

Heinemann ist sich sicher, dass sich das Online-Wachstum fortsetzen wird. Bis 2020 hält er im Non-Food-Bereich einen Marktanteil von 35 Prozent für denkbar. In einigen Bereichen, wie Telekommunikation, Computer, Spielwaren oder Bücher erfolgen heute schon 30 Prozent oder mehr der Einkäufe online.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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