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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Online und Offline verschmelzen

30.09.2015

Oldenburg Der stationäre Handel hat auch in Zeiten des digitalen Wandels eine Zukunft. Darin waren sich die Experten am Dienstag beim Kongress „Handel der Zukunft“ in der Jade-Hochschule in Oldenburg einig. Er muss sich aber auf die neuen Umstände einstellen und auch neue Wege gehen.

„Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Welt verschwinden“, sagte Andreas Häntsch, „Head of Shipping and Local“ beim Online-Marktplatz Ebay, auf dem gut besuchten Kongress, der vom Netzwerk „Nordwest.Digital“ sowie der Jade-Hochschule organisiert wurde. Die Konsumenten würden längst über die verschiedenen Kanäle hinwegdenken, meinte er.

Zugleich würden die mobilen Technologien dafür sorgen, dass sich das Kundenverhalten und die -erwartungen verändern würden. Häntsch sieht für stationäre Händler vor allem Chancen im „Omnichannel“-Geschäft. „Online und Offline müssen parallel bespielt werden“, sagte er.

Zwei Plattformen, die Händlern vor Ort hierbei helfen wollen, sind „Simply Local“ und „Locafox“. „Wir wollen den stationären Handel dabei unterstützen, dass seine Produkte auch online auffindbar sind“, sagte Matthias Dose, Projektmanager von „Simply Local“, an dem auch die NWZ  beteiligt ist. Die kürzlich gestartete Plattform setze auf das Prinzip „Online recherchieren – lokal einkaufen“. „Wir brauchen die stationären Strukturen mehr als je zuvor, aber sie müssen den Transfer auch in die Online-Welt schaffen“, meinte Dose.

In die gleiche Kerbe schlug Gunter Wakulat, Verkaufschef beim vor allem in Großstädten aktiven lokalen Shopping-Portal „Locafox“. Die Zahl der Kunden, die sich im Internet über Produkte informieren, sie aber dann doch im Laden vor Ort kaufen, sei hoch. Das biete dem stationären Handel vor Ort Chancen, sagte er. Zugleich dürfe man aber auch die Herausforderungen, etwa was die Online-Präsentation der Produkte oder die Logistik angeht, nicht unterschätzen.

Punkten könne der stationäre Handel auch mit Regionalität, meinte Martin Hülsmann vom Radiounternehmen Regiocast, der die Initiative „Lass den Klick in Schleswig-Holstein“ vorstellte. „Es geht darum, ein Bewusstsein für Regionalität zu schaffen und dies aufs Einkaufsverhalten zu übertragen“, sagte er.

Matthias Brucke, Mitgründer des Oldenburger IT-Unternehmens Embeteco, erklärte, wie digitale Plattformen die Struktur der Wirtschaft grundlegend verändern. „Digitale Plattformen funktionieren anders als klassische Wertschöpfungsketten“, sagte er. „Man muss die Plattformen, die sich etablieren, unterstützen.“ Tue man das nicht, könne es Unternehmen so ergehen wie Nokia.

Als der große Wachstumsmarkt gilt vielen das mobile Geschäft via Smartphone. Um hier aber erfolgreich agieren zu können, müssten Unternehmen verstehen, was das Mobiltelefon für die Menschen bedeute, meinte Tom Alby von Google. Eine aktuelle Studie habe gezeigt, dass viele Nutzer eine emotionale Beziehung zu ihrem Smartphone hätten. Das Mobiltelefon werde zu einer „Erweiterung des Selbst“, so Alby.

Bei solch einer besonderen Nähe stellten Nutzer aber auch besondere Ansprüche an Unternehmen. „Sie müssen sich ihren Platz auf dem Mobiltelefon verdienen“, sagte er. Ob eine App da immer der richtige Weg sei, bezweifelte Alby. Im Schnitt hätten Nutzer 23 bis 27 Apps, zumeist aus dem „Social- und „Entertainment“-Bereich. Für „99,9 Prozent“ der Unternehmen mache es daher eigentlich keinen Sinn, eine App zu haben, so Alby. Wichtiger sei vielmehr „eine gute Webseite, die auch mobil gut funktioniert“.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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