Bad Zwischenahn - Die Gemeinde Bad Zwischenahn ist rund 13 000 Hektar groß. Und auf rund 130 Hektar dieser Fläche könnten Windkraftanlagen zur Gewinnung von regenerativer Energie errichtet werden. Macht ziemlich genau ein Prozent. Das zumindest ist das Zwischenergebnis der Ammerländer Windkraftpotenzialstudie, über die der Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt an diesem Dienstag ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Haus Brandstätter beraten wird. Die Politik muss insbesondere über die Anpassung des Kriterienkatalogs befinden, der Gebiete von der Nutzung für die Windenergiegewinnung ausschließt. Zugleich werden Landkreis und das beauftragte Planungsbüro die Zwischenergebnisse vorstellen.
Neben einer kleinen, 1,3 Hektar großen Fläche nördlich von Helle haben die Planer drei größere, jeweils gut 40 Hektar große Flächen im Süden (Ekernermoor) und Südosten (Groote Wisch und Dänikhorsterfeld) der Gemeinde ausgemacht, die übrig bleiben, wenn an die gesamte Gemeindefläche der von allen Ammerland-Kommunen verabschiedete Kriterienkatalog angelegt wird. Aufgrund aktueller Rechtsprechungen sind einige dieser Kriterien noch einmal überarbeitet worden. Diese Änderungen müssen der Fachausschuss und der Verwaltungsausschuss noch absegnen.
Besonders aus dem Gebiet Ekernermoor war schon im Vorfeld Gegenwind zu spüren. Dort hatten Investoren sich bereits vor Erstellung der Studie um das Anpachten von Flächen bemüht. Einige Anwohner befürchten, dort könne ein Windpark entstehen.
Ob auf den potenziell geeigneten Flächen tatsächlich Windenergieanlagen errichtet werden können, entscheidet die Ratspolitik allerdings erst in sich anschließenden Bauleitverfahren.
