Von Hauke Gruhn
Frage:
Und Herr Uecker, heute schon eine gute Tat vollbracht?Uecker:
(lacht) . . . Als Familienvater und auch berufsbedingt tue ich natürlich ständig gute Dinge. Ursprünglich war es ja bei den Pfadfindern so, dass man sich extra einen Knoten ins Taschentuch macht, um an die Pflicht, anderen Menschen zu helfen, erinnert zu werden. Ich mache mir aber keine Knoten mehr ins Taschentuch . . .Frage:
Wie schaffen Sie es, junge Leute trotz Fernsehens und Computerspielen für das Pfadfindertum zu begeistern?Uecker:
Es gibt viele Kinder und Jugendliche, die bewusst die Gemeinschaft mit anderen suchen. Live-Erlebnisse sind doch viel schöner als virtuelle Abenteuer.Frage:
Welche Rolle spielt die Begegnung mit der Natur noch bei den Pfadfindern, beispielsweise in den Sommerlagern?Uecker:
Hier auf dem Land haben die Kinder noch einen Bezug zur Natur. Für Kinder, die das sonst nicht kennen, ist es natürlich eine Attraktion. Es geht uns aber nicht nur darum, sich im Gelände gut auszukennen. Wir wollen auch eine Orientierung in der „Wildnis“ der modernen Gesellschaft geben.Interview mit Pastor Michael Harald Uecker aus Reekenfeld über gute Taten und das Pfadfindertum in der heutigen Zeit.
