ORTHOLZ - Ihre Heimat ist der hohe Norden, das arktische Polargebiet; ihr bevorzugtes Fortbewegungsmittel der Hundeschlitten. Doch auch in den klimatisch weniger extremen norddeutschen Gefilden und auf Trecker-Gespannen fühlen sich einige „zu Hause“: Eine vielköpfige Schar Eskimos will am Sonnabend, 21. Februar, beim „Fasching um den Ring“ in Ganderkesee mitmischen. Dafür sorgen die „Faschingsfreunde Ippener-Havekost“, die sich die „Eskimos“ in diesem Jahr als Motto ihres Umzugswagens auserkoren haben.

Später Baubeginn

Im November hatten die Faschingsfreunde sich entschieden, bei ihrer 17. Umzugsteilnahme eine thematische Reise in die Arktis zu unternehmen. Doch erst in der zweiten Januarwoche ging es mit den Bauarbeiten für den Festwagen so richtig los, wie Lars Gillerke als einer der Aktiven erzählt: Probleme bei der Suche nach einem ausreichend großen Wagen hätten für Verzug gesorgt. Nun heißt es, doppelt eifrig zupacken: Dreimal wöchentlich wird in der Scheune Bitter in Ortholz derzeit gewerkelt: „Bis zu sechs Leute sind jeweils dabei“, so Gillerke. Dennoch dränge die Zeit: „Es ist eng: Vielleicht müssen wir in der letzten Woche jeden Tag ran.“ Bis zum Tag des Umzugs, so schätzt Gillerke, werden allein für den Wagenbau 300 Stunden zusammenkommen.

Ein Iglu als Blickfang

Denn die Pläne der Faschingsfreunde für ihren Umzugswagen sind aufwendig: Eisberge aus Styroporplatten sollen an den Seiten des Gefährts aufragen, darunter das blaue Eismeer zutage treten. Schwaden aus der Nebelmaschine sorgen für kühle Atmosphäre. Und herausragen soll ein großes Iglu aus Styroporwürfeln. Ein Aufbau mit Kniff übrigens: „Ein Teil des Iglus wird zum Abnehmen sein“, so Gillerke – so soll der Transport erleichtert werden.


Auf dem Festwagen und als Fußvolk auf der Straße wollen sich Eskimos und zudem zwei Eisbären tummeln. Für den passgenauen Schnitt und Ergänzungen der georderten Kostüme sorgen derzeit die Frauen in der Runde. Insgesamt machen in diesem Jahr laut Gillerke rund 35 Faschingsfreunde mit – das Gros zwischen 18 und gut 40 Jahren, aber sogar einige Kinder seien diesmal mit dabei.

Sie alle teilen den Spaß an der Sache. Aber auch ein Funken Ehrgeiz ist mit Blick auf die Bewertung der Wagen dabei: „Ziel ist immer, unter die Platzierten zu kommen“, so Gillerke, „aber es wird schwer in der knappen Zeit“.