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Verkehr Ortsdurchfahrt drei Wochen gesperrt

Schweewarden - Für drei Wochen wird ein großer Teil der Schweewarder Ortsdurchfahrt zur verkehrsberuhigten Zone: Von Montag, 25. Juli, bis Freitag, 12. August, lässt die Stadt Nordenham die Burhaver Straße abriegeln, um die Fortsetzung der Kanalbauarbeiten zu ermöglichen.

Die Sperrung der Ortsdurchfahrt ist in dem Abschnitt zwischen Widdersweg und Langlüjten­straße erforderlich. Weil die Fahrbahn recht schmal ist, gibt es keine Alternative zu dieser Maßnahme. Würden die Autos halbseitig an den vier Meter tiefen Baugruben vorbeigeführt, wäre das „viel zu gefährlich für die Arbeiter“, sagt Hergen Hadeler von der Verkehrsbehörde der Stadt Nordenham.

Nach seinen Angaben bleibt der Anliegerverkehr bis zu Baustelle weiterhin möglich. Auch Schulbusse dürfen nach Einweisung durch die Baufirma im Schritttempo durch den abgesperrten Straßenabschnitt fahren. Radfahrer müssen absteigen und ihren Drahtesel im Baustellenbereich schieben.

Tempo 30 für Lastwagen

Für alle anderen Verkehrsteilnehmer schildert die Stadt eine Umleitung über die Landesstraße 860 aus. Sie führt über Waddens, Burhave, Stollhamm, Abbehausen und Ellwürden. In diesen Orten wird während der Sperrung in Schweewarden die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Lastwagen auf 30 Stundenkilometer beschränkt.

Die Terminierung der Arbeiten hängt damit zusammen, dass die Stadt noch einen Teil der Sommerferien ausnutzen möchte, um allzu große Behinderungen für den Schulbusverkehr zu vermeiden. In den Herbstferien hätte eine Überschneidung mit den Sanierungsarbeiten auf der Atenser Ortsumgehung (B 212) gedroht, für die ebenfalls eine mehrwöchige Vollsperrung notwendig ist. Zurzeit gibt es aus dem gleichen Grund auf der B 212 zwischen Havendorf und Ellwürden kein Durchkommen.


Die Kanalbauarbeiten in Schweewarden gehören zu einem umfassenden Sanierungsprogramm, mit dem die Stadt Nordenham in mehreren Ortsteilen marode Abwasserleitungen erneuern lässt. In Schweewarden werden laut Horst Wilkens, der im Amt für Baumanagement für den Bereich Stadtentwässerung zuständig ist, Kanäle auf einer Gesamtlänge von rund 950 Metern auf Vordermann gebracht. Hinzu kommt die Erneuerung von 50 Hausanschlüssen. Die Kosten sind auf 400 000 Euro veranschlagt.

Die Reparatur der Kanalrohre in Schweewarden erfolgt überwiegend nach dem sogenannten Inliner-Verfahren. Dabei wird ein mit Kunstharz getränkter Kunststoffschlauch über eine Seilwinde in die alten Leitungen gezogen und mit Druckluft gefüllt. Anschließend fährt ein kleiner Wagen langsam durch das Rohr und bestrahlt den Schlauch mit ultraviolettem Licht, um das Harz durchzuhärten.

An vier Stellen an der Burhaver Straße sind laut Horst Wilkens die Leitungen aber so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr machbar ist. Diese Teilstücke müssen freigelegt und ausgetauscht werden. Und das geht eben nur, wenn die Straße gesperrt ist.

Horst Wilkens rechnet damit, dass alle Kanalarbeiten in Schweewarden im Oktober erledigt sind. Die Option, mit diesen Arbeiten bis zur geplanten Erneuerung der Ortsdurchfahrt in 2017 zu warten, habe nicht bestanden, da der schlechte Zustand der Leitungen eine zügige Behebung der Schadstellen erfordere.

Straßenausbau in 2017

Umgekehrt war es nach Auskunft der Baudezernentin Ellen Könke nicht möglich, die Nebenanlagen und die Fahrbahn der Burhaver Straße schon in diesem Jahr in Angriff zu nehmen, weil die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ihre fünfzigprozentige Kostenbeteiligung erst für 2017 zusagen konnte.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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