Bild: Klaus Derke
27 Voranfragen gibt es aktuell. Die Gemeinde könnte in Ahlhorn 31 Bauplätze erschließen.
Von Klaus Derke
Ahlhorn In Ahlhorn gibt es derzeit nur noch vier Grundstücke, die die Gemeinde Großenkneten am Danziger Weg anbietet. Weiteres Bauland aus öffentlicher Hand ist nicht vorhanden. Das muss sich nach Ansicht des Ahlhorner Bürgervereins schnell ändern. In einem Schreiben, das Siegfried Dames und Willi Flerlage am Freitag Bürgermeister Volker Bernasko übergaben, wird dringend gebeten, einen ersten Abschnitt des Baugebietes Lemsen II zu erschließen.
Die Gemeinde hatte die Erschließung bislang zurückgestellt wegen mangelnder Nachfrage. Mittlerweile liegen aber schon 27 Voranfragen von Interessenten vor.
Die Pläne für Ahlhorn Lemsen II liegen laut Bürgermeister Volker Bernasko fertig in der Schublade. 31 Baugrundstücke (Zwischen 800 und 1000 Quadratmeter groß) könnten in einem ersten Bauabschnitt erschlossen werden – wenn die Politik zustimme. Bernasko versprach, das Begehren des Bürgervereins in die politischen Beratungen zu geben. Kosten würde die Erschließung des ersten Abschnitts rund 750 000 Euro. Sollte die Politik ja sagen, müsste das Geld im Nachtragshaushalt 2010 bereitgestellt werden. Die Ausgaben dürften durch den Verkauf der Bauplätze wieder hereinkommen.
Dem Bürgerverein sei bewusst, dass die Erweiterung am Lemsen wegen der abseitigen Lage nicht ideal sei. Gleichwohl sollte jetzt gehandelt werden, da sich kurz- oder mittelfristig keine ortsnähere Alternative anbiete, so Dames. Die Ausweisung von Bauplätzen sei wichtig für die weitere Ortsentwicklung.
Siegfried Dames und Willi Flerlage verwiesen auf eine erwartete Zunahme der Nachfrage durch die Entwicklung des Flugplatzes. Und es gebe viele junge Leute aus Ahlhorner Familien, die vor Ort bauen möchten, auch aus dem Kreis der schon vor Jahren zugezogenen Aussiedlerfamilien, die sehr integrationswillig seien, wie Dames betonte.
