Augustfehn I - Die Gemeinde Apen will den Ortskern von Augustfehn I stärken. Dafür soll nach derzeitigen Überlegungen die Bebauung entlang eines Teilstücks der Hauptstraße von der Mühlenstraße bis zum Osterkamp attraktiver und einheitlicher gestaltet werden. Für das besagte Gebiet mit einer Größe von 5,4 Hektar wurde angeregt, einen Bebauungsplan aufzustellen.

Erfasst werden soll eine einzeilige Bebauung beiderseits der Hauptstraße, wobei für die Hauptgebäude möglichst eine zweigeschossige Bebauung angedacht ist, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu erhalten, führte Bauamtsleiter Rolf Siems jüngst im Bau- und Planungsausschuss aus. Die Nebengebäude wie Garage, Carport etc. wären im rückwärtigen Bereich anzusiedeln. Hilfreich sei auch die Festlegung von Baufluchten und Baulinien, um „Ausreißer“ in den rückwärtigen Bereich zu verhindern, hieß es im Ausschuss. Nicht gewünschte Nutzungen wie z.B. Spielhallen könnten ausgeschlossen werden. Die Einschränkung der Wohnnutzung in den Erdgeschossräumen sei über textliche Festsetzungen zu regeln.

Die genannten Regelungen würden für Neubauten gelten, Altgebäude würden Bestandsschutz genießen, bis sie entfernt werden, so Siems. Die bisherige Festsetzung des Geländes als Mischgebiet werde nicht verändert.

Die Idee zu dem Projekt war in einem Gespräch der Verwaltung mit den Fraktionsvorsitzenden aufgekommen, da auf dem besagten Hauptstraßenabschnitt keine kerntypische Bebauung vorhanden und das Zentrum von Augustfehn nicht richtig präsent sei. Ein Kerngebiet umzusetzen gestalte sich jedoch sehr schwierig, wie in Apen beobachtet werden könne, so Siems, da eine Verpflichtung der Eigentümer, ein Gewerbe in ihren Gebäuden anzusiedeln, kaum durchsetzbar sei.

Entlang der Hauptstraße in Augustfehn I befindet sich zudem ein großer Altbestand an Gebäuden – so auch im Bereich Hauptstraße/Augustfehn-Kanal. Der dortige Altbestand ist ein- bzw. zweigeschossig, weist keine einheitliche Dachlandschaft und Materialien auf und besteht aus Zweckbauten mit zum Teil untypischen Werbeanlagen.


Im Ausschuss wurde die Ansicht vertreten, den Tagesordnungspunkt im nächsten Bau- und Planungsausschuss erneut zu beraten, da es sich um ein großes Projekt mit entsprechendem Einfluss auf die Geschäftswelt handele.

Sebastian Friedhoff