OSNABRüCK - OSNABRÜCK/LNI - Europas größter Cabrio-Hersteller Karmann will zahlreiche Stellen am Standort Osnabrück streichen. „Wir werden mit dem Betriebsrat über eine Absenkung der Beschäftigung sprechen müssen“, sagte Firmenchef Bernd Lieberoth-Leden. Karmann-Sprecher Christian Eick bestätigte, dass für das zweite Halbjahr ein Sozialplan aufgestellt werden müsse. Derzeit arbeiten in Osnabrück 5300 Beschäftigte.
Wie viele Mitarbeiter von dem Stellenabbau möglicherweise betroffen sind, könne das Unternehmen nicht mitteilen, sagte Eick. Grund für den Stellenabbau ist nach Angaben der Unternehmensführung die gesunkene Nachfrage nach dem in Osnabrück gebauten Chrysler-Modell Crossfire. So könnte sich die Produktion von 12 500 Crossfire-Modellen im Jahr 2005 auf gut die Hälfte in diesem Jahr reduzieren. Laut dem Osnabrücker IG Metall-Sekretär Hartmut Riemann bekomme Karmann auch zu spüren, dass die Produktion von Volumenherstellern wie Opel, Volkswagen oder Ford derzeit nicht ausgelastet sei und die Hersteller in erster Linie in ihren eigenen Werken produzieren lassen.
