OSNABRüCK - Der Osnabrücker Automobilbauer Karmann will trotz massiver Auftragsflaute und Stellenabbau das laufende Jahr ohne Verluste beenden. „Wir erwarten heute für 2008 in der Gruppe eine schwarze Null“, sagte Firmenchef Peter Harbig der Zeitschrift „auto motor und sport“. Der Umsatz werde allerdings mit rund einer Milliarde Euro in diesem Jahr deutlich niedriger ausfallen als 2007, als er bei 1,5 Milliarden Euro gelegen hatte. Harbig schloss erneut nicht aus, dass die Eigner-Familien das Unternehmen verkaufen könnten.

Karmann hatte im vergangenen Herbst angekündigt, 1700 der rund 6500 Stellen abzubauen. Davon sind bereits knapp 600 Mitarbeiter ausgeschieden. Harbig bekannte, dass vor kurzem ein Auftrag, der fast Vollauslastung beschert hätte, „in letzter Sekunde“ geplatzt sei. Den Auftraggeber nannte er nicht.

Wachstumsmöglichkeiten sieht Harbig in der Fertigung von Cabriodächern. „Bis 2012 wollen wir die Zahl der von uns gefertigten Dächer auf etwa 340 000 Einheiten verdoppeln“, sagte er. Der Weltmarktanteil bei Cabriodächern würde sich dann auf 30 bis 35 Prozent erhöhen.