OSNABRüCK - OSNABRÜCK/DPA - Europas größte Cabrio-Schmiede Karmann will wegen sinkender Nachfrage rund 350 Stellen am Standort Osnabrück streichen. 250 vorwiegend jüngeren Mitarbeitern werde gekündigt, sagte Sprecher Christian Eick. Rund 100 Beschäftigte erhielten eine Altersregelung zur Kündigung, wonach die Differenz zwischen Nettoeinkommen und Arbeitslosengeld für bis zu 32 Monate ausgeglichen wird. Auch Kurzarbeit für gut 2000 Beschäftigte sei vom 30. Juni an für ein Jahr geplant. Zudem will Karmann die Wochenarbeitszeit im Fahrzeugbau von April bis Juni von 35 auf 27,5 Stunden verkürzen. Die Einkommenseinbußen von etwa 2500 Arbeitern beliefen sich auf im Schnitt 21 Prozent. Der Stellenabbau sei notwendig, weil die Cabriomodelle Mercedes CLK, Audi A4 und Chrysler Crossfire den „Produktionsgipfel“ überschritten hätten.
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