OSNABRüCK -
Der Cabrio-Absatz war schwächer. Gefragt sind Dachsysteme. 900 Stellen wurden abgebaut.
OSNABRÜCK/DPA - Die große Nachfrage nach Dachsystemen aus dem Hause Karmann (Osnabrück) hat Europas größten Cabriobauer im Jahr 2006 vor Umsatzeinbrüchen bewahrt. Während die Fertigung kompletter Autos, etwa der Chrysler Crossfire-Modelle, erneut einbrach, glich der gestiegene Absatz von Dachmodulen dies nahezu aus. Wie das Unternehmen am Donnerstag berichtete, lag der Gruppenumsatz unverändert bei 1,9 Milliarden Euro. Es wurde ein „geringer Gewinn“ erwirtschaftet, sagte Karmann-Sprecher Christian Eick. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen.Die Absatz gefertigter Komplettfahrzeuge sank um knapp 6400 auf 48 157 Einheiten. Während allein der Ansatz des Crossfire um mehr als die Hälfte zurückging, legten allerdings andere Cabriolet-Modelle stärker als zunächst erwartet zu. Bei den Dachsystemen wurden mit einem Plus von 20 000 insgesamt 153 389 Stück abgesetzt.
Bei Karmann ging die Zahl der Beschäftigten um fast 900 auf 7269 zurück. Die Gruppe hat sechs Standorte.
