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WIRTSCHAFT Gewerkschaft kritisiert BMW-Entscheidung gegen Karmann

OSNABRÜCK - Nach der Entscheidung von BMW, den neuen Mini-Geländewagen "Colorado" nicht beim Osnabrücker Autobauer Karmann produzieren zu lassen, hat die Gewerkschaft IG Metall scharfe Kritik am Autokonzern geübt. BMW habe bei seiner Entscheidung gegen den Karmann mit den Hoffnungen von Menschen gespielt, bei denen es um Existenzen gehe, sagte Hartmut Riemann von der IG Metall am Mittwoch in Osnabrück. Er bezeichnete die Entscheidung von BMW als "herben Rückschlag". Karmann benötigt dringend neue Aufträge, da das angeschlagene Unternehmen sonst nach eigenen Angaben 1770 Stellen an den Standorten Osnabrück und Rheine streicht.

Riemann sagte, noch bis Ende vergangener Woche sei die Gewerkschaft zuversichtlich gewesen, dass Karmann den Zuschlag bekomme. "Es ist nicht erklärbar, was die Entscheidung bei BMW beeinflusst hat." BMW habe vor rund drei Wochen überraschend die Anfrage an Karmann gestellt, eine ab 2010 geplante Fahrzeugproduktion anzubieten, teilte der Betriebsrat am Mittwoch in einem Schreiben an alle Mitarbeiter mit.

Das Unternehmen sieht nach eigenen Angaben weiterhin Chancen, innerhalb der kommenden sechs Monate einen Auftrag zu bekommen. Sollte es bis Mitte 2008 allerdings keinen positiven Bescheid geben, werde Karmann den Fahrzeugbau komplett einstellen, sagte Unternehmenssprecher Christian Eick.

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