Osterhausen - In dieser Woche hat sich die alte Klappbrücke in Osterhausen zum letzten Mal für die Bootsfahrer aus dem Wassersportverein Sagter-Ems in Strücklingen gehoben. Obwohl die Brücke eigentlich schon geschlossen bleiben sollte, gelang es dem Vorsitzenden Emil Hartmann in Gesprächen mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Aurich dennoch, dass die Bootsfahrer aus dem WSV noch einmal die Brücke passieren konnten, um ihre Boote und Yachten an anderen Liegeplätzen nördlich von Strücklingen unterzubringen. In diesem Sommer werden Bootsfahrer den Hafen in Strücklingen nicht anlaufen können, da die denkmalgeschützte, baufällige Klappbrücke in Osterhausen über die Sagter Ems durch einen Neubau ersetzt wird.
Mit den Arbeiten der neuen Waagebalkenbrücke soll bereits in Kürze begonnen werden. Für Fußgänger und Radfahrer wird es in der Bauphase eine Behelfsbrücke über die Sagter-Ems geben – Fahrzeugführer werden während der Phase des Abbruchs und Neubaus eine Umleitung fahren müssen. Die Investitionskosten für den Neubau der Klappbrücke in Osterhausen betragen mehr als zwei Millionen Euro. Einen Großteil der Kosten trägt das NLWKN, aber auch der Landkreis ist an den Kosten des Neubaus beteiligt, denn auf Beschluss des Kreistages Cloppenburg erhält die Brücke in Osterhausen jetzt einen zwei Meter breiten Fuß- und Radweg.
Für den WSV ließ NLWKN-Mitarbeiter Heinz-Ewald Voß aus Nordgeorgsfehn dazu die Brücke noch einmal öffnen, um die Boote und Yachten durchzulassen. Auf beiden Seiten der Brücke warteten alle Autofahrer geduldig darauf, dass die Brücke sich wieder senkte.
