Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Bauland In Oldenburg Erregte Diskussion über Baugebiet an „Sieben Bösen“

Osternburg - Ein Baugebiet vor allem für Einfamilienhäuser entsteht zwischen dem Sandweg und dem Weg „Sieben Böse“ in Osternburg. Die IDB, eine Tochtergesellschaft der LzO, hat sich rund fünf Hektar gesichert.

Die Zufahrt führt über den Sandweg. Auf dem hinteren, zur Bahnstrecke gelegenen Teil des Areals, ist Grünfläche vorgesehen. Sie dient als Puffer, um die Grenzwerte für die Lärmbelastung einzuhalten. Wertvolle Eichen und Hecken sollen großteils erhalten bleiben; einzelne Bäume müssen jedoch auch gefällt werden. Um Niederschläge auffangen zu können, ist ein Regenrückhaltebecken geplant.

Lade ...

Mitten ins Baugebiet ragt ein Grundstück hinein, das nicht erworben werden konnte, wie Werner Gieselmann vom Oldenburger Büro für Stadtplanung sowie Lars von Lienen, IDB, am Donnerstag im Bauausschuss ausführten. Zahlreiche Gespräche hätten leider zu keinem Ergebnis geführt. Man sei aber mit der Stadtverwaltung der Meinung, dass die zur Verfügung stehende Fläche entwickelt werden könne.

Eigentümer spricht

Die Aussage, der Eigentümer wolle nicht verkaufen, wurde jedoch während der Ausschusssitzung korrigiert. Der Eigentümer, Bastian Spille, der als Zuschauer die Präsentation verfolgt hatte, bat um das Wort und unterstrich, er sei sehr wohl verkaufsbereit. Allerdings seien noch Fragen zu klären. Elke Wicherts vom Stadtplanungsamt bot dem Eigentümer daraufhin weitere Gespräche mit dem Bauamt an. Der Ausschuss beschloss daraufhin, die zunächst geplanten Beschlüsse zu den Bauplänen zu vertagen.

Im Gespräch mit der NWZ machte Spille deutlich, er wünsche sich eine ansprechende Bebauung, die auch auf den Baumbestand Rücksicht nehme. Andererseits sei der Baulandmangel im Stadtgebiet so eklatant, dass eine bessere Ausnutzung der Grundstücke möglich und nötig sei. Spille fordert einen Ausgleich, wenn der hintere Teil („ein Drittel des Grundstücks“) nicht genutzt und im vorderen Teil ein Bereich mit Bäumen bei der Planung ausgespart werde.

Mehrere Ausschussmitglieder äußerten sich unzufrieden mit dem Planungsgebiet. „Der Zuschnitt sieht schon komisch aus“, sagte Hans-Henning Adler (Linke). „Das ist nicht zufriedenstellend so“, betonte Olaf Klaukien (CDU).


Lärm durch die Bahn

Fragen wurden im Ausschuss auch zum Untergrund (Moor) und zur angestrebten Auffüllung gestellt. Das Baugebiet liegt tiefer als der Sandweg. Wie sich die Auffüllung auf den Baumbestand auswirkt, blieb zunächst offen.

Für Rückfragen sorgte auch die Nähe zur Bahnlinie. Gieselmann berichtete, dass vor allem nachts die Lärmbelastung kritisch sei – berechnet für den Zeitpunkt, ab der im Jade-Weser-Port die volle Auslastung erreicht ist. Drei Meter hohe Lärmschutzwände machten das Projekt sehr teuer, sagte von Lienen. Erdwälle würden lediglich die Räume im Erdgeschoss schützen – „aber Schlafzimmer liegen meist im Obergeschoss“.

Eine sogenannte Riegelbebauung – wie zum Beispiel bei der ehemaligen Netzfabrik oder auf dem Areal am Bahnhof geplant – sei in reinen Wohngebieten nicht möglich, sagte von Lienen der NWZ. Möglich sei passiver Lärmschutz, zum Beispiel der Einbau entsprechender Fenster.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden