Osterscheps - Direkt vom Acker in den Kochtopf und die Pfanne: Frisch zubereitetes, leichtes und leckeres Essen – das wird am Samstag, 19. August, auf dem Himpsl-Hof in Osterscheps serviert. Bevor sich die Gäste allerdings an den gedeckten Tisch setzen dürfen, müssen sie etwas tun. Nach einer Hofführung mit Betreiber Marius Otto ab 15 Uhr geht es für die maximal 20 Teilnehmer aufs Feld – zur Gemüseernte.
Das, was sie auf dem Acker finden, wird zusammen mit dem Braker Koch Jan Linne gekocht. „Natürlich erfahre ich schon vorher, was auf dem Hof gerade geerntet werden kann“, verrät der 48-Jährige, der sein Handwerk einst im Zwischenahner Jagdhaus Eiden erlernt hat. „Ich muss mir ja Gedanken machen, was wir kochen wollen, und passende Zutaten besorgen. Vielleicht ist beispielsweise ein bestimmter Käse nötig, damit es so richtig lecker wird.“
Die Veranstaltung in Osterscheps findet anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Organisation Slow Food Deutschland statt. Nachhaltigkeit und Regionalität stehen bei dieser Ernährungsbewegung im Vordergrund. Slow (langsam) Food (Essen) will die Menschen dazu anhalten, Lebensmittel zu genießen und sie nicht gedankenlos in sich hineinzustopfen.
Bedeutet „slow“ denn, dass man stundenlang am Herd stehen muss, bevor die Mahlzeit genossen werden darf? Der Koch lacht. „Ich will bei der Veranstaltung zeigen, dass sich auch schnell etwas Köstliches zaubern lässt.“ Wichtig ist ihm allerdings, dass mit frischen Produkten gekocht wird.
Linne stammt aus einer Braker Hoteliersfamilie. Nach der Ausbildung zum Koch sammelte er in mehreren gastronomischen Betrieben Erfahrung. Sein Weg führte ihn unter anderem nach Düsseldorf und London. Außerdem besuchte er die Hotelfachschule in Hamburg. Acht Jahre lang leitete der Wesermärscher die Küche bei Feinkost Klöter in Oldenburg, bis er sich im Jahr 2011 selbstständig machte. Er führt einen Cateringservice und bietet Kochkurse an.
In 14 Tagen schnappt er sich sein Equipment und baut es in Osterscheps auf. „Ich bin sehr gespannt auf die Veranstaltung und was wir dort zusammen hinkriegen.“
