OSTRITTRUM - Bis zu 60 Prozent Strom- und Gaskosten will der Möhlenvereen Ostrittrum jährlich von seinen knappen Finanzen einsparen. Möglich soll dieses durch die „energetische Sanierung“ des denkmalgeschützten Gebäudes werden. Nach Ostern sind die ersten Arbeiten in der historischen Wassermühle in Ostrittrum angelaufen. Dipl. Ing. Andreas Hauth und Architekt Frank Görke (IfT Hauth und Jacobi GmbH) nahmen die ersten Sanierungsarbeiten unter die Lupe.
Bislang sind so genannte Fensterkästen von innen vor die alte Fachwerkverglasung gesetzt worden. „Damit ist schon einmal die Zugluft durch die alten Fensterläden gestoppt“, versicherte Hauth. Gleichzeitig begannen die Malarbeiten an den Fenstern. Auch der Innenbereich wird noch farblich aufgefrischt.
„Ein weiterer Teil der Sanierung ist die Trockenlegung der Süd-Außenwand“, erklärten Hauth und Görke weiter. Dazu werde die Außenwand vom Erdreich freigelegt. Hauth: „Erdfeuchte macht dem Mauerwerk zu schaffen. Es erfolgt nun eine Trockenlegung und neue Isolierung.“
Auch im Keller waren die Handwerker bereits fleißig. Abgebaut worden sind die Heizkörper und die Deckenbeleuchtung. Außerdem wurde dem Schädlingsbefall durch Ratten der Garaus gemacht. „Sowohl die Kellerdecke, wie auch der Dachboden erhalten eine Dämmung, um die Wärme im Erdgeschoss zu halten“, meinte Architekt Frank Görke.
Ein energetisches Gutachten, angefertigt von Andreas Hauth, hatte im vergangenen Jahr die Schwachstellen des alten Gebäudes aufgezeigt. Mit der Wärmebildkamera sei das Gebäude untersucht worden. Die Resultate seien in die Sanierung eingeflossen und hätten die Einsparmöglichkeiten aufgezeigt, so Hauth. Die Gesamtmaßnahme werde 14 Tage dauern.
Ursprünglich sollte die energetische Aufarbeitung der Wassermühle in Eigenleistung durch die Ostrittrumer ausgeführt werden. Doch im Oktober des vergangenen Jahres erhielt die Gemeinde Dötlingen Post aus Hannover. Für vorbildliche Projekte im Rahmen des Niedersächsischen Klimaschutzwettbewerbs „Klima kommunal 2010“ vergab das Land eine Million Euro. Das Projekt „Energieeffizientes Dötlingen“ fand dabei mit der energetischen Sanierung der historischen Wassermühle auf Antrag Beachtung: 36 800 Euro flossen als Preisgeld.
