OVELGöNNE - OVELGÖNNE/WEW - Das Abfallwirtschaftskonzept 2008 der Abfallwirtschaft Wesermarsch wird von den Grünen in mehreren Punkten kritisiert. Hans-Otto Meyer-Ott vom Vorstand des Ortsverbandes mittlere Wesermarsch von Bündnis 90/Die Grünen erläuterte die Kritikpunkte auf der jüngsten Zusammenkunft im „König von Griechenland“.
Grundsätzlich beklagen die Grünen, dass die Vorschläge für das ab 2008 geltende Abfallwirtschaftskonzept von einem Büro erarbeitet wurde, das aus Sicht der Grünen stark auf Müllverbrennung statt -vermeidung oder -wiederverwertung setzt. Dementsprechend wollen die Grünen lieber die sortenreine Müllerfassung verbessern sowie über Gebührenstaffelungen und kleinere Tonnen Anreize zur Vemeidung oder Verwertung zu schaffen.
Daher befürworten die Grünen die Einrichtung von Annahmestationen für Problemabfall bei allen fünf Recyclinghöfen im Landkreis und die (Wieder-)Einführung von Schadstoffmobilen, die regelmäßig die Gemeinden anfahren.
Die vorgeschlagene Umstellung auf einen nur noch vierwöchentlichen-Abfuhrrhythmus für Restmüll- und Biotonne (bisher 14-tägig) lehnen die Grünen aus „hygienischen und Terminversäumnis-Gründen“ ab.
Um die Menge des verbrannten Mülls zu reduzieren, schlagen die Grünen vor, nicht auf die bisherige Vertragspartnerschaft zu setzen, sondern ggf. mit anderen Partnern neue Verträge für die Abfuhr abzuschließen.
Insgesamt fordern die Grünen alle Bürger auf, sich mit den Vorschlägen zum neuen Abfallwirtschaftskonzept auseinanderzusetzen. „Wir wissen, dass viele Bürger Verbesserungsvorschläge haben“, so Meyer-Ott. „Jeder, der an der Müllkonzeption etwas zu verbessern weiß, sollte sich jetzt zu Wort melden – und nicht am Stammtisch“, verweist Meyer-Ott auf die Möglichkeit, sich zu dem vorgelegten Konzept noch bis zum 25. April äußern zu können. Alle bis zu diesem Termin vorgebrachten Vorschläge, Ideen oder Bedenken werden im Mai bei einem Erörterungstermin besprochen. Auf Wunsch können interessierte Bürger auch die Stellungnahme des Ortsverbandes zum Abfallwirtschaftskonzept bekommen (Tel. 04401/3813).
