OVELGöNNE - Neben der Sanierung des Deichs ist auch der Katastrophenschutz ein wichtiges Thema für den II. Oldenburgischen Deichband. Vorsteher Leenert Cornelius geht davon aus, dass wegen Personalreduzierung, Standortauflösungen und Auslandseinsätzen der Bundeswehr deutlich weniger Soldaten und Fahrzeuge für den schnellen Einsatz bei Deichbrüchen zur Verfügung stehen.
Wegen dieses Defizits setzt der Deichband, der für den westlichen Huntedeich und den Deich zwischen Elsfleth und Varel-Dangast zuständig ist, auf bessere Technik: In der Halle, die bis Mai auf dem Deichband-Bauhof in Ovelgönne entsteht, können Sandsäcke wetterunabhängig befüllt und verladen werden.
Solch eine Halle gibt es bereits in Berne beim I. Deichband, weitere sollen in Hobenbrake an der Gemeindegrenze zwischen Jade und Stadland und später in Butjadingen entstehen.
Am schadhaften Deich müssten im Katastrophenfall Förderbänder die Arbeit verrichten, die früher von Menschenketten geleistet wurden. Deichbandvorsteher Cornelius führt auch Gespräche mit der Kreisfeuerwehr, damit im Ernstfall schnelle Hilfe auch aus den Nachbarkreisen angefordert werden kann.
