OVELGöNNE - Für 11,15 Euro volltanken? Kein Problem für Heiko Elsinger von der Gemeinde Ovelgönne. Denn seit Dienstag hat die Kommune einen neuen Dienstwagen – und der verbraucht das vergleichsweise günstige Erdgas.

„Wir haben uns bewusst für ein solches Fahrzeug entschieden“, sagt Bürgermeister Thomas Brückmann. Denn damit spare Ovelgönne bei den Betriebskosten rund 500 Euro im Jahr gegenüber einem „Benziner“. Außerdem erzeuge das Erdgas-Fahrzeug erheblich weniger Schadstoffe (= CO2-Ausstoß). Zudem sei Erdgas bis 2018 steuerlich begünstigt. Ein weiterer Grund für die Anschaffung des Fahrzeugs sei die Förderung des Energieversorgers EWE in Höhe von 1500 Euro gewesen, so Brückmann.

Inzwischen gibt es bundesweit rund 800 Erdgas-Tankstellen, erklärt Michaela Klammer-Raddatz von der EWE, bis zum Jahr 2010 werden es mehr als 1000 sein. Damit bestünde „flächendeckend“ die Möglichkeit, Erdgasfahrzeuge zu betanken.

Mit der Fahrzeuganschaffung ende eine Fülle von energetischen Sparmaßnahmen der Kommune seit 1995, betont Bürgermeister Thomas Brückmann. So wurden seitdem sechs Heizungsanlagen, unter anderem in Turnhallen, erneuert (Kosten insgesamt: 94 600 Euro). Außerdem wurde der Gasverbrauch um 38,3 Prozent, der Stromverbrauch um 24,5 Prozent und der Wasserverbrauch um 27,67 Prozent verringert. Daneben wurden die Verwaltungsmitgarbeiter entsprechend geschult, wo immer möglich Energie zu sparen.

Mit einer Tankfüllung schafft der neue Dienstwagen (Marke Fiat Panda) der Gemeinde rund 200 Kilometer, sagt Heiko Elsinger. „Das ist aber völlig ausreichend, denn meistens fahren wir Kurzstrecken“, so Elsinger.