OVELGöNNE - Bürgermeister Thomas Brückmann entschied schnell und bekam dafür den Applaus der Ratsmitglieder: „Wir werden ab morgen die Halle sperren und das Gutachten in Auftrag geben“, sagte der Verwaltungschef den Mitgliedern von drei Fachausschüssen unter Vorsitz von Rolf Vollers (CDU) am späten Donnerstagabend.
Der Bau- und Straßenausschuss, der Ausschuss für Soziales und Ordnung und der Ausschuss für Bildung und Kultur waren eigentlich einberufen worden, um über die Verwendung für Fördermittel aus dem so genanten Konjunkturpaket II zu beraten. Dabei ging es auch um die Förderung von Sportstätten, wobei Brückmann die Erwartungen dämpfte. Er nannte diesen Fördertopf „hoffnungslos überzeichnet“. Dennoch stellten die Diplomingenieure Manuela Röben und Wolfgang Kayser dar, welche Energiesparmaßnahmen für die Turnhallen Oldenbrok, Großenmeer und Ovelgönne möglich sind. Die Maßnahmen würden für die Oldenbroker Halle rund 1,1 Millionen Euro und für die Großenmeerer Halle 911000 Euro kosten und jährliche Einsparungen von 6000 bis 7000 Euro bringen.
Die Ovelgönner Turnhalle sei „unser Sorgenkind“ setzte Wolfgang Kayser danach an. Er hatte im Fundament einen Krümmungswinkel von rund zwei Grad festgestellt und geht davon aus, dass sich die Situation verschlimmern wird. Nach einer Kettenreaktion könne es zum Einsturz kommen, meint der Ingenieur. „Man sollte im Moment die Halle als nicht mehr begehbar einstufen“, sagte er.
Wie Bürgermeister Brückmann nach der Sitzung ergänzend mitteilte, ist das Gutachten zur Prüfung der Baustatik in Auftrag gegeben worden. Mit einem Ergebnis rechnet der Verwaltungschef bereits Mitte nächster Woche.
Aufgrund der Hallenschließung fallen alle sonst dort stattfinden Trainingsstunden bis auf Weiteres aus.
