OVELGöNNE - Einen familiären Charakter hatte die Jahreshauptversammlung der Pferdeoase „Gnadenhof“ in Rüdershausen. Mitglieder, Paten und Besucher, darunter viele Familien mit Kindern jeden Alters, nahmen am Sonnabend daran teil.

Während die Erwachsenen im stilvoll hergerichteten Schuppen den Ausführungen der ersten Vorsitzenden Ingrid Lindenberger und des Kassenwarts Bernhard Kutz lauschten, gab es für die Kinder draußen allerlei zu sehen und zu bestaunen. Zwischen den Ausführungen sangen Britta Gorontzy und André Janacek mit Klavier- und Violinbegleitung. Die Künstlerin Gorontzy hatte auch eigene Gemälde ausgestellt.

Zu Beginn ihres Berichtes erzählte Ingrid Lindenberger, dass die große Liebe zu den Pferden sich nicht verändert hat. Die häufigste Frage der Besucher ist denn auch: „Warum machen Sie das?“ Lindenberger führte an, dass sie und der Mitbetreiber Bernhard Kutz der Meinung sind, dass Pferde die Tiere sind, die am wenigsten artgerecht gehalten werden. Lindenberger kritisierte die reine Profithaltung vieler Pferdezüchter. Viele Hengste sind mit sieben Jahren schon aufgebraucht, so Lindenberger. Sie regte ständige Kontrollen von Turnierpferden und Reitställen an.

Neu bei Pferden sind Rückenbeschwerden, berichtete die erste Vorsitzende. Die Pferde fühlen sich auf dem Gnadenhof in kürzester Zeit wohl, sie haben keinen Stress, bekommen natürliches Futter und zum Teil eine Behandlung mit Schüßler-Salzen. Für Bewegung ist im Sommer sowie im Winter ausreichend gesorgt. Der Moorboden ist besonders für fußkranke Tiere angenehm.

Mit der Gemeinde Ovelgönne wurde vereinbart, „Fundhunde“ aufzunehmen. In diesem Zusammenhang werden Menschen gesucht, die beim Ausführen der Hunde helfen.


Die Pferdeoase beherbergt zurzeit 37 Pferde, 10 Shetlandponys, 5 Esel, 9 Hunde und 5 Katzen. Zum Verein zählen 142 Mitglieder und 112 Paten.