Ovelgönne - „Wir sind eine Energiegemeinde, und das ist unser neuestes Leuchtturmprojekt.“ Ovelgönnes Bürgermeister Christoph Hartz sitzt im Ratssaal und stellt der NWZ ein Projekt vor, das er als einzigartig in der ganzen Region bezeichnet.

Die Flächengemeinde im Herzen der Wesermarsch wird das Rathaus, die Sporthalle Oldenbrok und die Kindertagesstätte so weit energetisch sanieren, dass das gesamte Ensemble CO2-neutral sein wird.

Knapp 723.000 Euro wird die Gemeinde in das Projekt investieren. Es wird zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Der erste Förderantrag wurde am 26. April 2018 gestellt, danach erfolgten mehrere Anpassungen, zuletzt am 4. April 2019. Der Förderbescheid ging am 27. Juni bei der Gemeinde ein.

Auf dem Dach der Turnhalle soll eine Photovoltaik-Anlage installiert werden. Zusätzlich wird für die Heizung Biogas und Ökostrom bezogen werden.

Kommentar Richtiger Schritt

Hans-Carl Bokelmann

„Leider darf von der Photovoltaik-Anlage produzierter überschüssiger Strom nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden, obwohl Platz für eine Anlage von bis zu 60 Kilowatt wäre, können wir nur eine 30-Kilowatt-Anlage installieren“, erläuterte der Großenmeerer Energieberater Hubert Westkämper. Architekt Thomas Schramm und Jörg Wilke, Förderantragsmanager, sagten gegenüber der NWZ, dass das Projekt bis zum 31. August 2020 – also innerhalb der Bewilligungszeitraum – fertiggestellt werde.

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Hans-Carl Bokelmann Redaktion Brake, Redaktion Jade, Redaktion Ovelgönne