OVELGöNNE - OVELGÖNNE/WEW - Heinrich Wübbenhorst (Vorsitzender), Eilert Büsing und Dieter Kohlmann (beide Stellvertreter) sowie Hergen Küpker (Schatzmeister) bilden bereits seit zehn Jahren den Vorstand des Ortslandvolkverbandes Strückhausen. Daran ändert sich vorerst nichts, denn die Mitglieder haben den Vorstand auf der Jahreshauptversammlung einstimmig wieder gewählt.

Den Wahlen vorausgegangen war der Bericht des Vorsitzenden. Neben geselligen Aktivitäten verwies Wübbenhorst auf den bevorstehenden Bau der B 211 neu. „Wir sind da auch ein bisschen stolz auf unsere Sturheit“, sagte der 59jährige. Von Anfang an habe man sich für die große Lösung eingesetzt und die würde nun auch kommen. Schlaflose Nächte habe es trotzdem gegeben, denn viele Mitglieder seien davon betroffen gewesen. „Es war nicht immer leicht, allen gerecht zu werden“, bilanzierte Wübbenhorst.

In diesem Zusammenhang betonte der Vorsitzende, wie wichtig eine gute Beziehung zu den Politikern sei. „Ich habe daher überhaupt kein Verständnis, wenn ein Staatssekretär oder Landwirtschaftsminister in einer Versammlung herabgesetzt oder beleidigt werden“, verwies Wübbenhorst auf entsprechende Vorkommnisse in der Vergangenheit.

Als Gast war Uwe Ralle vom Landwirtschaftsamt Oldenburg-Nord zugegen der über die neue Düngeverordnung sowie über „Cross Compliance“ referierte. Heftig diskutiert wurde im Anschluss an das Referat über die Notwendigkeit der Reglementierungen. Die Gesetze und Verordnungen seien kaum verständlich formuliert, außerdem sei es rein zeitlich kaum möglich, diese gebührend zur Kenntnis zu nehmen, war sich die Versammlung einig. Diese „Regelungswut“, hieß es aus Teilnehmerkreisen, könne dazu führen, Vorschriften nicht mehr zu beachten. „Der Aufwand, den ein Bauer allein mit der Beschaffung und Kenntnisnahme der aktuellen rechtlichen Entwicklungen hat, steht in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag, den ein Hof bringt”, brachte Wübbenhorst den Unmut auf den Punkt.