OVELGöNNE - OVELGÖNNE - Einen Traum kann sich der Verein „Lebensräume“ jetzt erfüllen. Bei der gestrigen Zwangsversteigerung des Hotels „König von Griechenland“ erteilte Rechtspfleger Peter Friedrichsen den Zuschlag. 100 000 Euro hatte der Verein als einziger Bieter als Gebot abgegeben.
Vorsitzender Klaus Teschke war nach dem Termin nicht ganz sicher, ob er erleichtert durchatmen oder eher Beklemmungen bekommen sollte. Kommen doch jetzt ein riesiges Pensum an Arbeit, Organisation und zusätzliche finanzielle Belastungen auf den Verein zu.
In dem ehemaligen Hotel soll wieder ein Gästebetrieb entstehen. Er ist nach Auskunft der zweiten Vorsitzenden Ilka Morr Bestandteil eines Integrationsprojekts, das bereits seit 15 Jahren in der Konzeption des Vereins „Lebensräume“ enthalten ist.
Vorrangig geht es dabei um „Urlaub von behinderten Kindern“. Sei es, dass Eltern mit behinderten Kindern, Behindertengruppen oder auch einzelne behinderte Kinder dort eine Freizeit verbringen können. Die genannten Personenkreise erhalten die Betreuung, den Service und das Freizeitangebot, das für sie passend ist und von ihnen gewünscht wird.
Das Haus soll aber auch, sofern Zimmer frei sind, Radwanderern und Monteuren auswärtiger Firmen als vorübergehende Unterkunft dienen.
Die beim Hotelbetrieb anfallende Arbeit für die Servicekräfte soll zunächst durch Umschichtungen des beim Verein angestellten Personals bewältigt werden. „Mal sehen, wie es sich entwickelt“, so Klaus Teschke, es ist denkbar, dass noch ein paar zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.
Integration bedeutet für „Lebensräume“ auch den Schritt in die Öffentlichkeit. Das Haus soll zum Treffpunkt für die Dorfbewohner werden. So ist geplant, kulturelle Veranstaltungen zu organisieren und bei gutem Wetter an Wochenenden den Biergarten zu öffnen. Dort sei auch ein gutes Betätigungsfeld für das „Mühlen-Ensemble“, einem Orchester mit behinderten Musikern, dass sich über die Dorfgrenzen hinweg einen guten Namen gemacht hat. Ferner soll der Saal für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung gestellt werden. Ilka Morr: „Wir wollen ein Stück Entgegenkommen an die Bevölkerung zurückgeben.“
