„Ärger um Maskenpflicht in den Läden“, NWZ vom 5. August:

„Sehr geehrte Frau Börjes-Meinardus, ich finde es sehr befremdlich, dass Sie Frau Isabell Eilers die Titelseite im Gemeinnützigen widmen. Sie verstößt gegen die Auflage, in Geschäften eine Maske zu tragen. Dies dient dem Schutz der Mitarbeiter und der anderen Kunden. Wenn Frau Eilers keine Bedenken hat, ohne Maske in Geschäften einzukaufen, ist es auf jeden Fall zumutbar, ein Attest beim Arzt zu besorgen. Die Ansteckungsgefahr ist dort nicht größer als z.B. in einem Geschäft. Ich bin den Geschäften dankbar, die auf die Einhaltung der Maskenpflicht achten. Die Inhaber haben meinen Respekt.“

Wiebke Rüther Varel

c

„Frau Eilers führt ausschließlich ihre Befindlichkeiten und ihr Unverständnis auf und spricht von fehlendem Vertrauen der Geschäftsleute. Des Weiteren fordert sie Verständnis für ihr Alter. Ein Arztbesuch kommt wegen mehrerer Vorerkrankungen nicht infrage, wobei vielleicht auch ein Telefonat mit dem behandelnden Arzt in Frage käme und es gibt auch noch die Post (Zusendung eines Attest).

Dieser Pandemie können wir nur als ganze Gesellschaft begegnen, um Schlimmeres zu vermeiden. Mir tut das Personal leid und ich zolle ihnen weiterhin meinen Respekt, dass sie unseren ‚Laden‘ aufrecht erhalten. Frau Eilers wurden bedient und ist trotzdem nicht zufrieden, will oder kann sich mit dem Lieferservice nicht anfreunden. Meine Gedanken und mein Handeln sind bei den Menschen, die unsere Solidarität so dringend brauchen: Kinder/Erwachsene nach überstandener Krebserkrankung, organtransplantierte Menschen – die Reihe lässt sich fortsetzen.


Sie, Frau Eilers, achten auf Abstand können laut eigener Auskunft ohne Rollator nicht laufen, und den Mund halten Sie sich zu. Wie bestellen und beschweren Sie sich dann?“

Simone Kirschner Varel

c

„Ich bin etwas überrascht, warum die Dame so empört darüber ist, in Geschäften nicht bedient zu werden, weil sie aus angeblich gesundheitlichen Gründen nicht bereit ist, eine Maske zu tragen. Andererseits kann sie aber auch kein ärztliches Attest vorweisen. Das Argument, dass sie sich vor einer Ansteckung in Arztpraxen fürchtet, ist wohl kaum ernst zu nehmen, da sicherlich jeder Arzt bereit wäre, ein solches Attest auch auf dem Postweg zuzusenden.

Angesichts steigender Zahlen von Neuerkrankungen werden die meisten Kunden dem Geschäftsmann dankbar sein, der gewissenhaft seiner Pflicht nachkommt, die Kunden vor einer Erkrankung zu schützen. Es gehört sicher Mut dazu, Kunden – eventuell sogar Stammkunden – aus dem Geschäft zu weisen. Das zeigt, dass eigenes Verantwortungsbewusstsein vor Geschäfts-Interessen geht.“

Dorothea Büsing Varel

c

„ (...) Da spaziert jemand ohne Rücksicht auf seine Mitbürger in diesen Zeiten in die Geschäfte und erwartet Verständnis dafür, dass er ganz offensichtlich einen Widerwillen dagegen hat, einen MNS zu tragen. Es gibt keine Begründungen, aufgrund welcher Vorerkrankungen das abgelehnt wird. Ein Attest hat man nicht, weil man sich beim Arztbesuch nicht anstecken will. Schau an! Man hat Angst. Den anderen gesteht man das aber nicht zu. Dass das Argument nicht sticht, weil seit Corona-Zeiten niemand mehr mit Anzeichen von Atemwegserkrankungen in eine Arztpraxis darf, wird geflissentlich übersehen. (...)

Viele Menschen in meiner Umgebung haben Asthma und diverse Vorerkrankungen und tragen alle Maske, auch ich. Wir sind alle nicht umgefallen, obwohl es auch uns lästig ist. Es ist nur eine Frage der Einstellung und der Mitmenschlichkeit, gegenseitig Rücksicht aufeinander zu nehmen. Die Dame übersieht auch, wie paradox ihr Verhalten ist. Sie will nicht umfallen, aber gleichzeitig bringt sie sich auch selbst in Gefahr. (...)

Fazit: Die NWZ hat es ungewollt geschafft, all den Verschwörungstheoretikern, Corona-Leugnern und Hygienedemonstranten Unterstützung zu geben. (...) Ein Lob an den Vareler Handel, der sich konsequent an die Vorgaben hält.“

Babette Arbeiter Varel

c

„Was denkt Frau Eilers eigentlich, wer sie ist? Mittlerweile weiß jedes Kind, dass es beim Einkaufen nur zwei Möglichkeiten gibt: entweder Maske auf oder ein Attest vorlegen. Das gilt auch für Frau Eilers.“

Gerold Joachim Varel