PAPENBURG/BREMEN/HAMBURG - Der sechsspurige Ausbau der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg soll neue Maßstäbe im Fernstraßenbau setzen. Die Bauarbeiten auf dem 73 Kilometer langen Teilstück zwischen dem Bremer Kreuz und dem Buchholzer Dreieck werden so organisiert, dass es möglichst wenig Beeinträchtigungen des fließenden Verkehrs gibt. Außerdem setzen die beteiligten Bauunternehmen alles daran, mit den Arbeiten baldmöglichst fertig zu sein.
Im Gespräch mit der NWZ unterstrich Manfred Wendt, geschäftsführender Gesellschafter der an dem Projekt beteiligten Papenburger Bauunternehmung Johann Bunte, dass der Ausbau zwar nicht völlig ohne Beeinträchtigungen zu machen sei. Um die Auswirkungen jedoch möglichst klein zu halten, werde erheblich aufs Tempo gedrückt. Außerdem sollen neuartige elektronische Verkehrsleitsysteme dabei helfen, die stark benutzte Autobahn auch während der Bauarbeiten leistungsfähig zu halten.
Von der neuen Art des Autobahnausbaus profitieren nicht nur die Verkehrsteilnehmer, sondern auch die beteiligten Firmen, die für ihre Arbeit vom Bund einen Anteil aus der Lastwagen-Maut erhalten. Bunte-Chef Wendt: Je mehr Fahrzeuge die Autobahn benutzen, desto besser ist unsere Einnahmesituation.
Das Betreiber-Konsortium hat sich verpflichtet, die Autobahn innerhalb von vier Jahren auf sechs Spuren zu erweitern und sie anschließend 30 Jahre lang in Ordnung zu halten. Dazu gehören sämtliche Instandsetzungsarbeiten an Anschlussstellen, Brücken, Rastanlagen und Grünflächen sowie der Winterdienst.
Mit dem 680-Millionen-Euro-Projekt wurde im Sommer die Betreibergesellschaft A 1 mobil beauftragt eine Gesellschaft, an der außer Bunte der Baukonzern Bilfinger Berger und die englische Gruppe John Laing beteiligt sind. Mit den Bauarbeiten wurde bereits begonnen.
Interview, S.10
