PAPENBURG - Hinter den großzügigen Scheiben des Atriums riecht es auf der neuen „Aidablu“ schon nach Sonne, Meer und weißen Stränden. Draußen ist es auch weiß, als Aidas neuester Luxusliner am Dienstagmorgen bei leichtem Schneefall im niedersächsischen Papenburg, fernab der Karibik, gegen 9 Uhr erstmals ganz vorsichtig seine „Nase“ mit dem roten Kussmund am Bug aus der warmen Werfthalle schiebt.

Erwartet wird das 252 Meter lange und 32 Meter breite Kreuzfahrtschiff auf dem Gelände der Meyer Werft bereits seit Stunden von frierenden Schaulustigen. Sie kommen aus der näheren und ferneren Umgebung. Viele Stammgäste und Schiffsexperten sind darunter.

Ihnen fällt sofort auf, dass an diesem Dienstagmorgen etwas anders ist als sonst: Die „Aidablu“ verlässt nämlich mit dem Bug voran jenen Ort, an dem sie in zwölf Monaten beinahe fertiggestellt wurde – ein Novum auch für die Meyer Werft.

„Wir machen das, um die Montage des Schornsteins noch in der Halle vornehmen zu können“, erklärt Werft-Sprecher Peter Hackmann. Bei anderen Neubauten, die rückwärts ins Freie gezogen wurden, erledigten die Werftarbeiter das erst an der Ausrüstungspier.

Dass das vierte von sechs bei Meyer in Auftrag gegebenen Schiffen mit leichter Verspätung in den stellenweise vereisten Werfthafen gezogen wird, liegt auch an einem kleinen Unfall an Bord. „Ein Mitarbeiter hat sich eine Fußverletzung zugezogen und wird von Bord gebracht“, bestätigt Hackmann.


Anschließend besteht die „Aidablu“ technische Tests im eisigen Wasser des Werfthafens. Geprüft werden Stabilisatoren und Rettungsboote-Technik. Am Abend erfolgt die Montage des Signalmastes auf Deck 14. Bis zur Emspassage wird das Schiff mit Mobiliar, Wäsche und Lebensmitteln ausgestattet.

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