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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Papenburger Schiffbauer Blickt Voraus: Ab 2019 drei Schiffe pro Jahr bei Meyer Werft

29.12.2018

Papenburg Die Meyer Werft erhöht die Schlagzahl und will ab 2019 drei Kreuzfahrtschiffe pro Jahr abliefern. Entsprechend hoch sei der Personalbedarf der Werft, teilte das Unternehmen am Freitag in Papenburg mit.

„Insgesamt ist die Anzahl der Mitarbeiter in der Meyer Gruppe in Deutschland im letzten Jahr um 400 Personen gewachsen“, sagte Geschäftsführer Tim Meyer. Nach Angaben eines Sprechers beschäftigt die Gruppe damit in Deutschland nun deutlich mehr als 5000 Mitarbeiter. Die Beschäftigung sei bis Ende 2023 gesichert, teilte der Schiffbauer weiter mit. Im finnischen Turku beschäftigt Meyer weitere knapp 2000 Mitarbeiter.

Die Auftragslage ist nach Angaben der Werft „weiterhin sehr gut“. Aktuell befinden sich nach Aussage des Sprechers 22 Schiffe im Auftragsbestand, davon zwölf für Papenburg.

So soll die Achterbahn aussehen, die Carnival Cruise Line an Bord der „Mardi Gras“ bauen lässt. BILD: Carnival Cruise Line/dpa-tmn

Erstes Kreuzfahrtschiff mit Achterbahn

Auf der Meyer Werft im finnischen Turku wird derzeit das erste Kreuzfahrtschiff mit einer Achterbahn gebaut. Wie die US-Reederei Carnival Cruise Line mitteilte, soll die „Mardi Gras“ eine 220 Meter lange Achterbahn an Bord haben. Je zwei Personen pro Gefährt sollen mit dem „Ultimate Sea Coaster“, der von der Münchner Firma Maurer ­Rides­ gebaut wird, über das Schiff sausen können. Das Spitzentempo liegt bei 60 km/h. Das neue Schiff mit Platz für 5200 Passagiere soll im Herbst 2020 abgeliefert werden.

Erst in der vergangenen Woche ging das jüngste Schiff der Werft, die „AIDAnova“, auf Kreuzfahrt vor den Kanaren. Allerdings offenbarte dieser Schiffsneubau – das größte je in Deutschland gebaute Passagierschiff und das erste Kreuzfahrtschiff der Welt mit Flüssiggasantrieb LNG (Liquefied Natural Gas) – auch große Schwierigkeiten der Werft. Erst nach wochenlanger Verzögerung konnte der Ozeanriese dem Kunden, der Rostocker AIDA-Reederei, übergeben werden. Für das Unternehmen war die Produktion des neuen Schiffstyps nur dank freiwilliger Mehrarbeit zu schultern.

Entsprechend sprach die Werft beim Blick zurück auf 2018 auch von einem „Jahr mit Höhen und Tiefen“. Trotz der Herausforderungen bei der „AIDAnova“ sieht der Papenburger Schiffbauer aber eindeutig die Zukunft bei umweltfreundlicheren Antrieben. Nach Werftangaben sind derzeit zwölf weitere LNG-betriebene Schiffe im Auftragsbestand. Auch an der Brennstoffzellentechnologie und an anderen Innovationen für Passagierschiffe werde geforscht.

Als zweites Kreuzfahrtschiff dieses Jahres neben der „AIDAnova“ hatte die Papenburger Meyer Werft bereits im April die „Norwegian Bliss“ an die Reederei Norwegian Cruise Line abgeliefert. Die zur Unternehmensgruppe gehörende Neptun Werft in Rostock-Warnemünde hatte mit den schwimmenden Maschinenraummodulen die Herzstücke für diese Schiffe geliefert. In der Werft in Turku wurde in diesem Jahr die neue „Mein Schiff 1“ für TUI Cruises fertiggestellt. Bereits Ende Januar 2019 – und damit etwas früher als geplant – soll die an dem finnischen Standort gefertigte „Mein Schiff 2“ abgeliefert werden.

In Papenburg steht die erste Ablieferung im Frühjahr an, wenn die „Spectrum of the Seas“ an die US-Reederei Royal Caribbean übergeben wird. Im Sommer soll dann die „Spirit of Discovery“ (Saga Cruises) und im Herbst die „Norwegian Encore“ (Norwegian Cruise Line) folgen.

Geschäftsführer Tim Meyer kündigte an, dass sich die Werft mit „weitreichenden Veränderungen und Investitionen fit für die Zukunft machen“ will. Schwerpunkte seien u.a. das Thema Digitalisierung sowie die stärkere Verzahnung der einzelnen Standorte. Nach Angaben des Werftsprechers dürfte das Investitionsvolumen 2019 im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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