PAPENBURG - Es wird wieder ein großes Spektakel werden: Rund 100 000 Zuschauer werden zur Überführung auf den Emsdeichen erwartet.
Von Hans Drunkenmölle
PAPENBURG - Das hat es in der Geschichte der Papenburger Meyer Werft noch nicht gegeben: Am Sonnabend, 25. Juni, schickt das Unternehmen gleich zwei Schiffe, den Luxusliner „Norwegian Jewel“ und das Containerschiff „Barmbek“, an einem Tag auf die Reise über die Ems durch das Sperrwerk bei Gandersum an die Küste. Zu diesem Spektakel werden mehr als 100 000 Zuschauer auf den Deichen erwartet. Bei dieser Sommerüberführung sind buchstäblich gute Aussichten nahezu garantiert, denn die Aktion beginnt bereits um 18.30 Uhr.Die Fremdenverkehrszentralen in der Region spüren bereits jetzt, ein welch großer Wirtschaftsfaktor die Meyer Werft für den Tourismus ist. In Ostfriesland sind die Hotelzimmer wegen des Ereignisses ziemlich ausgebucht, der Ansturm auf Stellplätze für Wohnmobile ist enorm.
Die „Barmbek“ ist das letzte von vier Containerschiffen, die Meyer für Hansa Hamburg Shipping International gebaut hat. Nach den Planungen der Werft soll das 169 Meter lange Schiff zuerst die Dockschleuse Richtung Ems passieren; danach folgt die 294 Meter lange „Norwegian Jewel“ mit einer halben Stunde Abstand. Ab Gandersum ist es dann genau umgekehrt: Die „Jewel“ setzt sich vor die „Barmbek“ und passiert an erster Stelle das Emssperrwerk. Ziel ist der Probefahrtstandort im niederländischen Eemshaven.
Das „Licht der Welt“ wird der Luxusliner am kommenden Sonntag erblicken. Nach umfangreichen Tests verlässt die mit 93 000 BRZ vermessene „Norwegian Jewel“, die für die Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) gebaut worden ist, das überdachte Baudock der Meyer Werft. Das Manöver soll um sieben Uhr beginnen und wird bei günstigem Wetter gegen neun Uhr beendet sein (Änderungen der Planung sind möglich).
Die „Jewel“ ist das dritte Schiff, das Meyer für NCL baut. Nach der Emsüberführung, der Probefahrt auf der Nordsee sowie einer Dockung in Hamburg wird das Schiff Anfang August an die Reederei übergeben. Die „Schwester“ dieses Luxusliners ist bereits im Bau. Die „Pride of Hawaii“ ist gerade mit fünf gigantischen Dieselmotoren ausgerüstet worden. Auch dieses Schiff wird für NCL gebaut; es wird im Frühjahr 2006 abgeliefert.
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