Wangerooge - Fast 800 Bäume stehen auf Wangerooge, allein rund 400 auf öffentlichem Grund. Das hat die Baumkartierung ergeben, die die Gemeinde in Auftrag gegeben hat. Die Baumzählung war am Mittwochabend Thema im Bauausschuss.

Wie berichtet, wird zurzeit ein Baumkataster erarbeitet. Ziel ist, Wangerooges Einwohner zu sensibilisieren, die bestehenden Bäume zu erhalten und zu pflegen, sagte Walter Meinerts von der Kurverwaltung. Wie die Zählung festgestellt hat, wachsen auf der Insel viele ortsfremde Bäume. Silberpappeln, Bergahorn und Schwarzkiefern führen die Liste an, außerdem gibt es viele Roterlen und Schwedische Mehlbeeren. Typische Bäume wie Stieleiche, Rotbuche, Sandbirke und Waldkiefer dagegen sind kaum oder gar nicht zu finden, berichtete Meinerts auf Nachfrage der NWZ .

Zudem listet der Bericht 34 Bäume mit einem Stammdurchmesser von einem Meter und mehr auf – „doch das ist kaum möglich, wahrscheinlich geht es um den Stammumfang“, so Meinerts. Dieser mögliche Fehler soll noch berichtigt werden.

Die Gemeinde will den Bericht veröffentlichen und zur Pflege der vorhandenen Bäume Beratung anbieten. „Wir hoffen, dass das in einigen Jahren zu dem Ergebnis führt, dass nicht mehr so viele Bäume einfach gefällt werden“, sagte Meinerts. Allein im Kartierungszeitraum seien vier Bäume von der Insel verschwunden.

Positives zu berichten gab es von der Klärschlammvererdungsanlage: Erneut kann die Räumung des ersten der beiden Vererdungsbeete verschoben werden. Laut ursprünglichem Plan hätte das Beet bereits 2010 geräumt werden sollen, doch da die Verrottung so gut funktioniert, muss das Beet voraussichtlich erst 2016 abgeräumt werden. Das zweite Beet soll dann 2019 geräumt werden. Die Trockenmasse soll auf einer Fläche neben der Kläranlage weiter getrocknet werden. Laut Meinerts führt die Gemeinde bereits Gespräche mit dem Domänenamt über die Nutzung der Fläche.


Auch Transport der Trockenmasse ans Festland und Entsorgung über die Deponie kann sich die Gemeinde voraussichtlich sparen: Die Werte der Masse seien so gut, dass sie auf der Insel als Kompost eingesetzt werden könnte.