Westerstede - Für Wolfgang Sindermann aus der Gemeinde Bad Zwischenahn, der seinen Nutztierpark Ende vergangenen Jahres für den täglichen Besuch geschlossen hat, ist die Sachlage klar. „Das Ende der privaten Parks im Ammerland ist gewollt“, behauptet der ehemalige Kommunalpolitiker und hat dabei die Genehmigungsbehörden im Blick. Sindermanns Verdacht: Um den Park der Gärten zu schützen, wird den „Kleinen“ das Leben schwer gemacht. Beweisen, meint Sindermann, könne er das auch und legt seitenweise Korrespondenz aus den vergangenen zehn Jahren vor, in denen ihm ein gewünschter Standort für die eigene Anlage und das Aufstellen von Schildern untersagt wird. „Wenn Kinder in unserem Nutztierpark drei Euro zahlen mussten, im Park der Gärten aber freien Eintritt haben, ist klar, für wen die Entscheidung fällt“, monierte Sindermann. So sei auch die Schließung des Vogelparks vorhersehbar gewesen.
Landrat Jörg Bensberg weist die Kritik Sindermanns in allen Punkten zurück. „Es ist inhaltlicher Unfug zu behaupten, die Behörden wollten privaten Parks das Leben schwer machen. Das Gegenteil ist der Fall. So bestehen zum Beispiel Absprachen zwischen dem Park der Gärten und dem Rhodo-Park Hobbie, dass in Rostrup nicht für Rhododendren geworben wird“, erklärte Bensberg. Man wolle sich da gar nicht in die Quere kommen.
Erst jüngst habe ein Gespräch mit Familie Hobbie stattgefunden, die in ihrer Anlage eine Bühne errichten möchte. „Da geht es zwar um ein Landschaftsschutzgebiet. Wir haben aber dennoch zwei Möglichkeiten aufgezeigt,“ so Bensberg.
Der Park der Gärten, so der Landrat, sei nicht nur ein wichtiges Aushängeschild für die heimische Baumschulwirtschaft, er sichere zwölf festen Mitarbeitern und 45 Saisonkräften über Jahre den Arbeitsplatz.
