Cloppenburg - Der geplante Bau des Mehrgenerationenparks im städtischen Stadion an der Friesoyther Straße soll den Steuerzahler zwischen zwischen 2,4 und 3,27 Millionen Euro kosten. Diese Zahlen für zwei Ausstattungs-Varianten legte Jens Gerdes vom gleichnamigen Oldenburger Planungsbüro am Dienstagabend im Ausschuss für Familie, Soziales, Jugend, Sport, Kultur und Markt vor.
Die vorgelegten Planungen wurden dem Verwaltungsausschuss und dem Rat einstimmig zum Beschluss empfohlen. In einer zweiten Abstimmung sprach sich lediglich Dr. Hermann Bergmann (Zentrum/Bürgerbündnis) dagegen aus, die drei Bauabschnitte nacheinander innerhalb von drei Jahren zu realisieren. Er wollte alles auf einmal bauen lassen. „Die Kredite sind im Moment günstig und werden wieder steigen“, lautete seine Begründung.
Wie berichtet, soll in einem ersten Abschnitt ein Hartspielfeld mit Bühne gebaut werden, das vor allem den Skatern, BMX-Fahrern und Parkour-Sportlern – die zurzeit noch am ZOB ihren Hobbys nachgehen – eine neue Heimat bieten soll. Allein hierfür sollen 842 000 Euro ausgegeben werden. „Und es kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer und 20 Prozent für Baunebenkosten wie Honorare und Planungen dazu“, ergänzte Erster Stadtrat Andreas Krems.
Der zweite Abschnitt sieht den Bau einer großen Sandspielfläche vor, in deren Mittelpunkt ein großer Spiel- und Sportplatz für alle Generationen stehen soll.
Der dritte und letzte Abschnitt beinhaltet die Schaffung einer Rasenfläche mit zwei Streetballkörben, einer Finnenbahn, die Laufanfänger und Spaziergänger rund 1,2 Kilometer durchs Stadion führt, und eine Soccer- oder Beachanlage vor der alten MSC-Tribüne. Ausschussmitglied Peter Hackmann (SPD) regte an, die Beachanlage in den Mehrgenerationenpark im Stadionsüden zu integrieren und das Soccerfeld vor der Tribüne zu bauen.
Sandra Heiden, die sich als Vorsitzende des „Vereins für Kinder und Jugendliche“ für die Belange der Skater, BMX-Fahrer und Parkour-Läufer stark macht, regte an, „bei den Summen“ einen Anlagen-Profi einzuladen. „Der Kölner Ralf Maier ist der beste seines Faches.“ Außerdem schlug sie vor, die BBS Technik hinsichtlich einer kostengünstigeren Realisierung des Hartspielfeldes miteinzubinden.
