Hude/Nordenholz - Grundsätzlich sei die Entwicklung auf dem Gastronomie-Areal des Nordenholzer Hofes positiv zu sehen, sagte CDU-Ratsherr Gerrit Menkens im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt. Aber es müssten mehr Parkplätze her. Dass das Parkplatzproblem zufriedenstellend und abschließend geklärt werde, fordert auch Friedrich Schnabel (CDU).
Die Verkehrssituation sei schwierig, meinte Birte Wachtendorf (Grüne), wenn der Kreuzweg auf beiden Seiten bei größeren Veranstaltungen zugeparkt wird.
Zukunftsvisionen
Das überarbeitete Konzept mit längerfristigen Visionen für das Grundstück war nach der ersten Diskussion über die Aufstellung des Bebauungsplanes Nummer 92 gefordert worden. Bislang gibt es auf dem 3780 Quadratmeter großen Plangebiet das Restaurant mit drei Ferienapartments (10 Betten) im hinteren Bereich sowie die Festscheune, ein wiederaufgebautes Fachwerkhaus. Wieder aufgebaut werden soll eine weitere alte Fachwerkscheune, die einst in Nordenholz stand und künftig als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden soll. Das war der Grund für den Bebauungsplan.
Zusätzlich ein neues Gästehaus mit acht bis zwölf Zimmern bzw. Apartments (zusammen bis zu 24 Betten) könnte sich Eigentümer Heiko Aschenbeck vorstellen – irgendwann, vielleicht auch in einem wiederaufzubauenden Holzständer-Fachwerkhaus.
26 Autostellplätze sind eingeplant. Und das ist der Knackpunkt. Eine Größenordnung um die 50 müsse es schon sein, meinte Friedrich Schnabel. Denn: weil es im Nordenholzer Hof so gut läuft, sind auch schon mal ein paar mehr Autos da. Die Verwaltung sehe die Knackpunkte in Sachen „Verkehr und Parken“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew. Das Verkehrsaufkommen sei aber nicht beunruhigend hoch. Er nahm Bezug auf eigene Zählungen der Gemeinde. Ein einseitiges Halteverbot am Kreuzweg sei möglich. „Aber vielleicht gibt es auch noch schickere Lösungen“, meinte Lebedinzew. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein Kompromiss gefunden werden könne.
Einseitiges Parkverbot
Das Parkverbot sei relativ einfach durchführbar, stellte Ralf Schepker (SPD) fest. Seit Jahren würden mehr Hotelbetten für Hude gefordert. Er könne nicht nachvollziehen, „weshalb das hier so kompliziert sein soll.“ Ulrike Janz-Janzen (SPD) betonte, dass es vor allem um den Wiederaufbau der historischen Scheune gehe. Diese ist seit Jahren eingelagert. In der Parkplatzfrage lasse sich doch im Zuge der Bauleitplanung sicher ein Konsens finden, meinte sie.
Im Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes soll jedenfalls der nächste Schritt eingeleitet werden. Das war am Ende einhellige Meinung im Ausschuss.
